HSV-Profi Bakery Jatta: Nürnberg präsentiert Kronzeugen, der falsche Identität beweisen soll

Hamburg – Der Wirbel um die Identität von HSV-Profi Bakery Jatta (21) spitzt sich weiter zu: Der 1. FC Nürnberg hat nun einen Kronzeugen benannt.

Bakery Jatta (r) und Trainer Dieter Hecking stehen beim Training auf dem Platz.
Bakery Jatta (r) und Trainer Dieter Hecking stehen beim Training auf dem Platz.  © dpa/Christian Charisius

Der 1. FC Nürnberg hatte, wie auch der VfL Bochum und der Karlsruher SC, Einspruch gegen die Wertung im Spiel gegen den HSV (0:4) eingelegt.

Grund dafür waren die Zweifel, die nach einem Bericht der "Sport Bild" an der Identität des vom HSV eingesetzten Spielers Bakery Jatta bestehen sollen.

Demnach könnte der Gambier einen anderen Namen haben und älter als von ihm angegeben sein.

Weil die Vereine gegenüber dem DFB Beweise bringen müssen, sind die Nürnberger nun innerhalb der gesetzten Frist bis zum 30. August aktiv geworden und haben einen Kronzeugen benannt.

Seydou Sané (54), der Präsident des senegalesischen Erstligisten Casa Sports, soll laut Bild-Zeitung in dem Verfahren gegen Jatta aussagen.

Er könne angeblich beweisen, dass es sich bei Jatta in Wirklichkeit um seinen ehemaligen Spieler Bakary Daffeh handelt. In der zweiten Setember-Woche soll er beim DFB-Richter vorsprechen.

Auch wenn die drei Einsprüche der Vereine in separaten Verfahren laufen, wird das Nürnberger Urteil richtungsweisend für die nachfolgenden Verhandlungen sein.

Anwalt weißt Vorwürfe gegen Jatta zurück

Bakery Jatta bei seiner Anhörung auf dem DFB-Gelände.
Bakery Jatta bei seiner Anhörung auf dem DFB-Gelände.  © dpa/Andreas Arnold

Auch beim Bezirksamt Hamburg-Mitte läuft der Fall auf Hochtouren.

Jattas Anwalt, Thomas Bliwier, hatte am Dienstag verkündet, fristgerecht die schriftliche Stellungnahme seines Mandanten eingereicht und die "Vorwürfe in aller Entschiedenheit" zurückgewiesen zu haben (TAG24 berichtete).

Die Stellungnahme liegt nun zur Prüfung und für mögliche Rückfragen an Jatta beim Bezirksamt.

Mit einer Entscheidung sei aber nicht binnen kürzester Zeit zu rechnen. "Gewisse Dinge brauchen ihre Zeit", sagte eine Sprecherin der Behörde am Mittwoch auf Anfrage.

Die Angelegenheit werde aber so zügig wie möglich bearbeitet. Nähere Angaben machte sie nicht: "Zum Ablauf und Inhalt eines laufenden Verfahrens können wir uns nicht öffentlich äußern."

Auch wenn die drei Vereine Einspruch gegen die Wertung ihrer Saisonspiele gegen den HSV einlegten, haben die Hamburger stets betont, ihren Spieler zu unterstützen (TAG24 berichtete).

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