"Mein Name ist Bakery Jatta!" HSV-Kicker meldet sich mit emotionalem Statement zurück

Hamburg - Nach der Aufregung um die behördlichen Ermittlungen im Fall Bakery Jatta und den Zweifeln an seiner Identität hat sich endlich auch der HSV-Spieler selbst zu Wort gemeldet.

Bakery Jatta wird nach seinem Tor gegen Hannover 96 von den Fans gefeiert.
Bakery Jatta wird nach seinem Tor gegen Hannover 96 von den Fans gefeiert.  © Christian Charisius/dpa

Nach Medienberichten hatten Hamburger Behörden ermittelt, ob Jatta unter Angaben falschen Alters und Namens vor vier Jahren nach Deutschland gekommen sei.

"Moin Moin , Auch wenn ich jeden Tag Deutsch lerne, werde ich das, was ich jetzt sage, auf Englisch tun…", schreibt Jatta am Donnerstag einleitend auf seinem Instagram-Kanal.

Daneben ist ein Foto zu sehen, auf dem ihn Dieter Hecking nach seinem Tor gegen Hannover 96 in die Arme schließt.

Der HSV-Trainer hatte nach dem Rückzug aller Einsprüche gegen Jatta noch einmal massiv den öffentlichen Umgang mit seinem Spieler kritisiert und Entschuldigungen gefordert (TAG24 berichtete).

Jatta selbst hatte sich bislang nicht zu den laufenden Ermittlungen geäußert. Jetzt schreibt er in dem sozialen Netzwerk über den schwierigsten Moment in seiner Karriere.

Besonders schlimm seien für ihn die Schmähungen durch Fans beim Auswärtsspiel des HSV in Karlsruhe gewesen.

Vor vier Jahren sei er aus Gambia nach Deutschland gekommen. "Ohne meine Familie!" Heute habe er mit dem HSV die größte fürsorglichste Familie dazubekommen, von der er nur hätte träumen können.

Er lebe nun ein besseres Leben, als je zuvor. "Ich bin gesegnet, dass ich die Gelegenheit bekommen habe, hier zu sein", so der 21-Jährige. Insbesondere danke er Trainer Dieter Hecking und HSV-Sportvorstand Jonas Boldt, die ihn immer unterstützt und an ihn geglaubt hätten. Solange er lebe, werde er niemals vergessen, wie sehr sein Verein in der schweren Zeit hinter ihm gestanden habe.

Dann wendet sich Jatta aber auch noch an die Menschen, die die Diskussion um seine Person angeführt und seine Identität bezweifelt hatten.

Gegen die Auslöser der letztlich nicht belegten und von ihm als "Hexenjagd" empfundenen Vermutungen will Jatta nicht vorgehen. "Ich bin nicht wie diese Leute! Wir sind nicht wie diese Menschen!", schrieb Jatta.

"Wenn es eine Sache geben würde, die ich all diesen Menschen wünschen könnte, wäre es, dass sie den Schmerz fühlen, den sie mir zugefügt haben", erklärt Jatta in seinem Statement.

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