Noch acht Spiele: Lewis Holtby geht mit dem HSV auf Abschiedstour

Hamburg - Noch hat Lewis Holtby acht Spiele Zeit sich vom Hamburger SV und seinen Fans zu verabschieden. Der auslaufende Vertrag des 28-Jährigen wurde nicht verlängert (TAG24 berichtete).

Lewis Holtby bedankt sich bei den Fans für die Unterstützung.
Lewis Holtby bedankt sich bei den Fans für die Unterstützung.  © DPA

Ein böses Wort über seinen Noch-Arbeitgeber, den Hamburger SV, hat Lewis Holtby aber noch nicht verloren.

Daher hat Trainer Hannes Wolf auch keine Zweifel an der Einstellung seines Mittelfeldspielers. "Lewis ist ein Profi und verhält sich auch so. Er ist wichtiger Teil der Mannschaft. Ich habe keine Sorge, dass er sich zurücklehnt", sagte er über den dreimaligen Nationalspieler. "Es ist gut das Klarheit herrscht", betonte Wolf im nächsten Atemzug.

Auch Sportvorstand Ralf Becker hatte Holtby nach der Bekanntgabe des Abschieds gelobt: "Lewis hat unsere Entscheidung sehr professionell aufgenommen."

Ob Holtby auch am Samstag (13 Uhr) im ersten Spiel nach der Länderspiel-Pause und der Verkündung der Club-Entscheidung beim VfL Bochum seine Einstellung zeigen darf, ist offen. Zumindest sind die Chancen nicht groß, dass er nach zwei Partien wieder in der Startelf steht.

Der gebürtige Bochumer Wolf wird eher auf Berkay Özcan und Orel Mangala setzen, wenn sie fit sind. Beide kehrten angeschlagen von ihren Länderspiel-Einsätzen in die Hansestadt zurück.

Der 28-Jährige geht auf dem Spielfeld auch dahin, wo es wehtut.
Der 28-Jährige geht auf dem Spielfeld auch dahin, wo es wehtut.  © DPA

Doch auch wenn Holtby nach guten Leistungen zum Jahresstart seinen Stammplatz verloren hat, ist er noch immer wichtig für die Mannschaft - gerade in der Schlussphase des Aufstiegskampfs. Er gehört zu den emotionalen Leadern und ist auch der Stellvertreter vom wieder einmal für längere Zeit verletzten Kapitän Aaron Hunt.

Vor fast fünf Jahren wechselte er von Tottenham Hotspur in die Hansestadt und ist mittlerweile einer der dienstältesten HSV-Profis. Als sich abzeichnete, dass der erstmalige Bundesliga-Abstieg des HSV nach 55 Jahren kaum noch abzuwenden war, lief bereits alles auf eine Trennung hinaus.

Doch vor allem Holtby war es, der unter dem damaligen Trainer Christian Titz in der Schlussphase der Saison mit seinen Leistungen noch lange Zeit die Hoffnung auf ein Wunder am Leben hielt.

Als der Abstieg feststand, verlängerte Holtby schließlich seinen Vertrag noch einmal um ein Jahr und nahm einiges an Gehaltseinbußen hin. Mittlerweile ist er ein Fan-Liebling. Viele Anhänger bedauern seinen Abgang.

Angeblich muss sich Holtby keine Sorgen um seine berufliche Zukunft machen. Es sollen im Angebote vorliegen, unter anderen interessiert sich laut Medien Schottlands Kult-Club Glasgow Rangers für ihn. Doch am 19. Mai will Holtby noch einmal mit dem HSV und seinen Fans feiern: Spätestens dann soll der Aufstieg feststehen.

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