HSV-Verantwortliche bleiben trotz Mini-Krise gelassen

Hamburg - Die Bilanz des Hamburger SV nach der Winterpause ist dürftig. Nur sieben Zähler aus sechs Spielen stehen auf dem Konto. Die Tabellenführung und der Aufstieg stehen auf dem Spiel.

HSV-Trainer Hannes Wolf gestikuliert am Spielfeldrand herum.
HSV-Trainer Hannes Wolf gestikuliert am Spielfeldrand herum.  © DPA

Überzeugen konnte der HSV in 2019 bisher kaum. Bei den Liga-Erfolgen über Sandhausen und Dresden tat sich der Bundesliga-Absteiger lange Zeit schwer, im DFB-Pokal gegen Nürnberg reichte eine schwache Leistung gegen einen noch schlechteren Gegner.

Bei den Niederlagen schlug sich die Mannschaft selbst - durch eigene Fehler oder Platzverweise wie zuletzt in Regensburg.

Seit zwei Liga-Partien wartet der Noch-Tabellenführer nun auf einen Sieg. "In den letzten beiden Spielen waren wir nicht an unserem Limit. Da müssen wir aber schnellstmöglich wieder hinkommen", sagte Trainer Hannes Wolf dem Abendblatt.

Gewinnt der 1. FC Köln am Mittwoch sein Nachholspiel am Mittwoch bei Erzgebirge Aue, ziehen sie an den Hamburgern in der Tabelle vorbei. Von hinten drängen zahlreiche Teams nach, der Siebte SC Paderborn ist nur sechs Zähler entfernt.

"Wir haben Luft nach oben. Es gibt genug, was wir bessermachen können und müssen", weiss Wolf.

Am Besten fangen die Hamburger damit schon am kommenden Montag gegen Greuther Fürth an. Sonst könnte es vor dem anschließenden Derby noch ungemütlicher werden.

Orel Mangala (Mitte) kann seine gelb-rote Karte nicht fassen.
Orel Mangala (Mitte) kann seine gelb-rote Karte nicht fassen.  © DPA

Für den HSV gilt in dieser Saison nur der Aufstieg, es geht um nicht weniger als die Existenz.

Die Verantwortlichen bemühen sich dennoch um Ruhe im Verein. "Wir dürfen jetzt nicht in alte HSV-Reflexe verfallen und nach irgendwelchen Schuldigen suchen", erklärte Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann.

Bei der Niederlage in Regensburg ging sie auf mehrere Konten. Den Anfang machte Pierre-Michel Lasogga, der freistehend in der ersten Halbzeit 2:0 verpasste. An diesem Punkt will Wolf anpacken. "Wir sind dran, dass wir mehr Tore schießen und mehr Torgefahr haben. Das ist schon die ganze Saison ein Thema.

Der HSV hat lediglich 31 Tore in 23 Partien erzielt. Nur die Abstiegskandidaten haben seltener getroffen. An der Spitze thront Köln mit 56 Treffern.

Fortgeführt wurde die Fehlerkette von Orel Mangala, der sich durch fehlende Cleverness die gelb-rote Karte abholte, die zum Wendepunkt der Partie wurde.

Und genau das muss sich Hannes Wolf ankreiden lassen. Zu lange hat er den bereits verwarnten Mittelfeldspieler auf den Platz gelassen. Hinzu kam viele Spieler, die unter ihrem Limit blieben.

Wolf kennt diese Situation aber bereits vom VfB Stuttgart, mit dem er auch erst am letzten Spieltag der Saison 2016/17 den Bundesliga-Aufstieg perfekt machte. Zwischenzeitlich fielen die Schwaben auch in ein Loch und blieben in fünf Spielen in Folge ohne Sieg.

„Und wenn wir es schaffen sollten, den Aufstieg am letzten Spieltag im Heimspiel gegen Duisburg klarzumachen, dann würde mir persönlich das auch völlig reichen", erklärte Clubchef Hoffmann. Dagegen hätte wohl keiner der Beteiligten etwas.

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