Witwe des HSV-Managers zweifelt an Unfalltod

Schon im Januar suchten die Einsatzkräfte der Polizei nach dem Vermissten (44).
Schon im Januar suchten die Einsatzkräfte der Polizei nach dem Vermissten (44).  © DPA

Hamburg - Vor zwei Tagen gab es die traurige Gewissheit (TAG24 berichtete). Der seit Januar vermisste HSV-Manager Timo Kraus (44) wurde tot aus der Elbe geborgen. Jetzt hat sich erstmals die Witwe des Verstorbenen zu Wort gemeldet.

Die 39-Jährige, die sich nun allein um die beiden gemeinsamen Söhne kümmern muss, erzählt von den Ereignissen der Nacht, in der ihr Gatte verschwand.

Ursprünglich wollte sie ihren Mann von der Fete nahe den Hamburger Landungsbrücken abholen, entschloss sich jedoch wegen des einsetzenden Eisregens, auf dieses Vorhaben zu verzichten.

Gegenüber dem "Spiegel" sagte sie, dass sie nicht an einen Unfall glaube. "Ich habe meinen Mann noch nie stockbetrunken erlebt. Dass er sich als Chef vor seinen Mitarbeiter volllaufen lässt, kann ich mir nicht vorstellen", sprach die Witwe und widerlegte damit Theorie, dass ihr Mann angetrunken ins Hafenbecken gekippt sei.

Dank einer App hätte sie in der Tatnacht ebenfalls festgestellt, dass ihr Mann sich zunächst vom Hafen entfernt hätte, danach jedoch wieder zurückgekehrt sei. Am Morgen habe sie dann gegen 7 Uhr die Polizei alarmiert.

Auch einen Selbstmordversuch des Ehemanns kann sie sich nicht vorstellen, da ihr Mann lebensfroh war. Vielmehr stellt sie sich die Frage, was ihr Mann auf den Landungsbrücken suchte und ob er allein unterwegs war.

Rätsel gibt ihr ein verloren gegangenes Kleidungsstück auf. So soll der verstorbene Gatte mit seiner Jacke von der Feier aufgetaucht, später jedoch ohne diese Bekleidung zurückgekehrt sein. Womöglich wurde seine Jacke gestohlen.

Das wirft jedoch ebenfalls wieder Fragen auf, wem Timo Kraus in der Januarnacht zuletzt begegnet ist.


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