Einladung zu Länderspielen: Jatta lässt Gambia abblitzen!

Hamburg – Dass HSV-Profi Bakery Jatta nicht für die deutsche U21-Auswahl spielen darf, ist bereits seit Montag klar (TAG24 berichtete). Nun ist die nächste Entscheidung gefallen: Auch für Gambia wird der 21-Jährige nicht auflaufen.

Bakery Jatta wurde ersmals in die gambische Nationalmannschaft berufen.
Bakery Jatta wurde ersmals in die gambische Nationalmannschaft berufen.  © dpa/Christian Charisius

Laut Berichten der Bild-Zeitung kommt Jatta seiner Einladung zu den anstehenden Länderspielen nicht nach. Zum ersten Mal war der Gambier in die nationale Auswahl seines Heimatlandes berufen worden.

Gambias Fußball-Nationaltrainer Tom Saintfliet wollte den HSV-Profi unbedingt für Einsätze in der Nationalmannschaft gewinnen. "Gambia hat sich noch nie für den Afrika-Cup qualifiziert. Mit Jattas Fähigkeiten hätten wir insgesamt vielleicht die stärkste Offensive in der Geschichte der gambischen Nationalmannschaft", hatte der 46-Jährige gegenüber Zeitung geäußert.

Bei der Qualifikation für den Afrika-Cup in Angola am 13. November und gegen die DR Kongo am 18. November wird Jatta jedoch nicht dabei sein.

"Bakery hat uns mitgeteilt, dass er sich auf den HSV und unsere gemeinsamen Ziele konzentrieren möchte", erklärt HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (37).

"Jatta ist nicht unser Thema"

Der 21-Jährige will sich jedoch auf seine Einsätze für den HSV konzentrieren.
Der 21-Jährige will sich jedoch auf seine Einsätze für den HSV konzentrieren.  © dpa/Friso Gentsch

Der Hamburger Verein befürwortet die Entscheidung Jattas und erteilt Gambia somit eine Absage.

Die langen Reisen nach Afrika hätten die gute Form des HSV-Stürmers gefährden können. Auch ein Verletzungsrisiko in den Länderspielen wäre nicht ausgeschlossen gewesen.

Für Deutschlands U21-Auswahl kommt Bakery Jatta ebenfalls nicht mehr infrage, weil der DFB nicht bereit ist, dem HSV-Profi bei einer schnellen Einbürgerung zu helfen (TAG24 berichtete).

"Jatta ist aktuell nicht unser Thema", sagte Joti Chatzialexiou, der Sportliche Leiter der DFB-Nationalteams dem Hamburger Abendblatt.

"Es steht noch ein langer behördlicher Prozess an, den er wie jeder andere zu durchlaufen hat. Es ist nicht absehbar, wann er abgeschlossen sein wird."

Jattas Absage an Gambia gilt jedoch nur für die anstehenden Länderspiele. Es ist möglich, dass er seine Meinung ändert und beim nächsten Anwerbungsversuch zusagt. Der Stürmer spielt seit 2016 für den HSV und hat dort seinen Vertrag im vergangenen Winter um fünf Jahre verlängert. Sein Einbürgerungsverfahren in Deutschland soll Ende 2020 beginnen.

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