HSV-Kader "zu brav": Skandal-Profi Letschert soll für frischen Wind sorgen

Hamburg – Einen Tag nach seiner Verpflichtung (TAG24 berichtete) hat Neuzugang Timo Letschert erstmals mit seinen neuen Teamkollegen vom Hamburger SV auf dem Platz gestanden.

Innenverteidiger Timo Letschert absolvierte sein erstes Training mit den neuen Kollegen.
Innenverteidiger Timo Letschert absolvierte sein erstes Training mit den neuen Kollegen.  © imago images / Michael Schwarz

Nach einer individuellen Einheit absolvierte der 26 Jahre alte Niederländer am Donnerstag im Volkspark bei sommerlichen 30 Grad Celsius sein erstes Mannschaftstraining.

Im ersten Saisonspiel am Sonntag um 13.30 Uhr im Volksparkstadion gegen den SV Darmstadt 98 wird der vom italienischen Erstligisten Sassuolo Calcio geholte Innenverteidiger aber wohl noch nicht in der Startelf stehen.

Letschert ist der zehnte Neuzugang beim HSV und hat zunächst nur einen Einjahresvertrag unterschrieben, den der HSV per Option nach dieser Spielzeit verlängern kann.

Nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" zahlt der Nordclub an Sassuolo zunächst eine fünfstellige Ablöse, die sich im Fall des angepeilten HSV-Aufstiegs und einer bestimmten Anzahl an Letschert-Einsätzen allerdings auf einen nicht näher bezifferten sechsstelligen Betrag erhöhen würde.

Die Hanseaten sind auch deshalb vorsichtig, weil Letschert zwar als sportlich unumstritten, aber vom Typ her als schwierig gelten soll. So soll der frühere U21-Nationalspieler auf einigen seiner bisherigen Karrierestationen angeeckt sein.

Bei seinem legendären Kabinen-Ausraster nach einem Spiel mit dem FC Utrecht in Den Haag soll er nicht nur seine Mitspieler, sondern auch Trainer Dick Advocaat beschimpft haben, der ihn daraufhin suspendierte. Es folgte eine öffentliche Entschuldigung von Letschert mit dem Versprechen, sich Hilfe zu suchen.

Der neue HSV-Coach Dieter Hecking hofft, dass der Neue den von ihm wiederholt als "zu brav" charakterisierten HSV-Kader aufmischt. "Wenn er uns mit seiner Mentalität frischen Input geben kann, wäre das gut", sagte der 54 Jahre alte Coach.

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