Unbekannter gibt sich als HSV-Spieler aus und belästigt junge Mädchen

Hamburg - Arthur Filimonov hat ein Problem. Der U16-Spieler des Hamburger SV ist Opfer eines Identitätsdiebstahls im Netz geworden.

Spieler des HSV. Symbolbild.
Spieler des HSV. Symbolbild.  © DPA

Wie Filimonov auf der Homepage des HSV erzählt, nutzt jemand seinen Namen, um junge Mädchen auf Facebook und Instagram zu bedrohen und zu belästigen.

Aufmerksam auf den Identitätsmissbrauch wird der Nachwuchsspieler vor über einem Jahr: "Im Januar 2017 hat mich ein Mädchen aus der U17 des HSV bei WhatsApp angeschrieben und mich gefragt, warum ich sie bei Facebook beleidige und nach Nacktbildern frage", erzählt Filimonov. "Ich habe ihr dann erklärt, dass ich das nicht war. Ich konnte es ihr auch beweisen."

Nachdem der Kicker immer öfter auf beleidigende und aufdringliche Nachrichten angesprochen wird, geht er mit seinen Eltern zur Polizei. Schließlich wird Strafanzeige erstattet. Mittlerweile glaubt Filimonov den Täter identifiziert zu haben. Er soll nicht nur Mädchen in Hamburg, sondern in ganz Deutschland anschreiben. Derzeit prüfe die Polizei den Fall.

Über das Motiv kann er nur Rätseln. Eine persönliche Verbindung zum Täter gebe es nicht. Für den HSV-Spieler selbst ist die Situation sehr belastend: "Es ist ein extrem schlechtes Gefühl, wenn ich durch die Stadt gehe und Mädchen treffe und die denken, dass ich das bin. Man fühlt sich richtig hintergangen."

Filimonov rät daher, generell vorsichtiger im Internet zu sein: "Online weiß man nie, wer hinter einer Nachricht steckt. Man sollte also immer hinterfragen, woher eine Nachricht kommt und wer schreibt."


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