So sollen Hamburgs "Öffis" endlich zuverlässiger werden

Hamburg - Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat am Dienstag einen Ausbau des Nahverkehrsangebots angekündigt.

Eine U-Bahn steht in der neuen Station "Elbbrücken".
Eine U-Bahn steht in der neuen Station "Elbbrücken".  © DPA

Mit neuen Buslinien, längeren Betriebszeiten bei der S-Bahn und engerer Taktung der U-Bahnen will Hamburg den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr weiter erleichtern.

"Wir wollen den Nahverkehr umweltfreundlich und komfortabel ausbauen und damit eine echte Alternative zum Auto schaffen", so Tschentscher.

Nach dem Wohnungsbau sei in der nächsten Dekade bis 2030 die Verbesserung der Mobilität das zentrale Thema der Politik.

Dann soll der Anteil des Nahverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen von derzeit 22 Prozent auf rund 30 Prozent steigen. Mit dem sogenannten Hamburg-Takt, in den auch Mobilitäts-Angebote wie autonomes Fahren oder Shuttle-Dienste integriert werden, sollen die Bürger nach Tschentschers Vorstellungen überall in Hamburg in wenigen Minuten mit "Öffis" unterwegs sein können.

Von 2019 bis 2021 sollen mehr als 100 Millionen Euro zusätzlich in die Angebotsoffensive fließen. Rund 520 Arbeitsplätze würden geschaffen, vor allem für Busfahrer und Zugführer.

Nach einem Vorstoß zum vergangenen Fahrplanwechsel - möglichst keine Kurzzüge mehr in Hauptverkehrszeiten, größere und längere Busse in höherer Taktung - haben die Verkehrsunternehmen des Hamburger Verbundes HVV nun weitere Angebote in petto.

Sie sollen zum Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres sowie im darauffolgenden 2020 umgesetzt werden.

Bei der U-Bahn soll in Großteilen des Netzes zum diesjährigen Fahrplanwechsel ganztägig ein 10-Minuten-Takt garantiert werden. Er halbiert sich zum darauffolgenden Fahrplanwechsel montags bis freitags zwischen 6 und 21 Uhr auf den Linien U1, U2 und U3. Sukzessive soll es noch schneller gehen.

Auch die S-Bahn will einen 5-Minuten-Takt in den Hauptverkehrszeiten ausweiten. Der Fahrgast solle sich über den Fahrplan keine Gedanken mehr machen, sagte Hochbahn-Chef Henrik Falk.

Peter Tschentscher (SPD), Hamburgs Erster Bürgermeister, steht auf dem Podium.
Peter Tschentscher (SPD), Hamburgs Erster Bürgermeister, steht auf dem Podium.  © DPA

Titelfoto: DPA

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