30.000 Teilnehmer! Mega-Klima-Demo legt Black Friday in Hamburg lahm

Hamburg – Zu einer symbolischen Uhrzeit, um fünf nach zwölf, ist in der Hamburger Innenstadt eine große Klima-Demo der Jugendbewegung Fridays for Future gestartet.

Ein Demonstrant hält ein Plakat in die Höhe.
Ein Demonstrant hält ein Plakat in die Höhe.  © Axel Heimken/dpa

Die Polizei sprach kurz nach Beginn der Kundgebung von 25.000 Teilnehmern. Es gebe aber starken Zulauf.

Die Veranstalter rechneten mit rund 30.000 Teilnehmern, die sich am "Global Day of Climate Action" an den Protestaktionen für mehr Klimaschutz in Hamburg beteiligen wollen. "Jugend auf die Barrikaden, weil wir sonst keine Zukunft haben", rappte der Musiker Courtier.

Vor sechs Wochen waren beim globalen Klimastreik in Hamburg bis zu 100.000 Demonstranten auf die Straße gegangen. Angesichts der kurzen Zeit für die Mobilisierung rechnete Fridays-for-Future-Sprecherin Nele Brebeck nicht damit, dass diese Zahl erneut erreicht werden könnte. "Ich finde es krass, dass wir so viele sind, obwohl es so kalt ist", sagte Brebeck.

Fridays for Future fühle sich von der Politik ignoriert, "und das ist der Grund, warum wir weiter auf die Straße gehen". Effektiver Klimaschutz werde durch die große Koalition in Berlin blockiert. "Symbolpolitik reicht nicht mehr aus."

Seit dem frühen Morgen sorgten die Vorbereitungen der Demo und der Aufbau einer Bühne für Verkehrsbehinderungen, wie die Polizei mitteilte. Autofahrer müssten sich auf Staus und Umleitungen im Innenstadtbereich einstellen.

Anlass für den Protest ist die UN-Klimakonferenz Anfang Dezember in Madrid, wo es um die Klimaschutzzusagen der Staaten, den internationalen Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten sowie die Finanzierung von Klimaschäden durch Dürren und Stürme geht.

Update, 14.20 Uhr: Innenstadt gesperrt

Die Hamburger Polizei hat die gesamte Hamburger Innenstadt für den Verkehr gesperrt. Auch Busse durften zum Schutz der Teilnehmer am Freitag nicht mehr ins Zentrum fahren, wie die Polizei mitteilte.

Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 30.000 Menschen an einem Demonstrationszug.

Die Hamburger Protestaktionen für mehr Klimaschutz am weltweiten "Global Day of Climate Action" verliefen den Angaben zunächst friedlich.

Die Teilnehmer demonstrieren am Rödingsmarkt.
Die Teilnehmer demonstrieren am Rödingsmarkt.  © Axel Heimken/dpa

Update, 16.19 Uhr: Auftritt von Deichkind

Deichkind tritt bei der Abschlusskundgebung von "Fridays for Future" in Hamburg auf.
Deichkind tritt bei der Abschlusskundgebung von "Fridays for Future" in Hamburg auf.  © Daniel Reinhardt/dpa

Die Hamburger Band Deichkind hat die "Fridays for Future"-Demonstranten in der Hansestadt für besseren Klimaschutz mit einem Auftritt unterstützt.

Bei der Abschlusskundgebung spielte die Band mehrere Songs und performte dabei auch mit Schildern mit der Aufschrift "Stop, Klimakrise, Stop".

"Die Zukunft des Planeten muss an erster Stelle stehen", sagte einer der beiden Frontmänner auf der Bühne.

Veränderungen des Systems müssten jetzt geschehen.

"Die Band empfindet es als unglaublich wichtig, sich zu positionieren und ihren Status auch zu nutzen und damit die Bewegung zu unterstützen", teilte das Management vorab mit.

Nach dem Deichkind-Auftritt beendeten die Veranstalter den Aktionstag anlässlich des vierten weltweiten Klimastreiks.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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