Im Kampf gegen Kriminalität: Dieser Brennpunkt wird jetzt Video-Überwacht!

Hamburg – Drogenhandel, Diebstähle und Körperverletzungen - der Hansaplatz in St. Georg in der Nähe des Hauptbahnhofs gilt als ein Kriminalitätsschwerpunkt. Dagegen sollen nun Videokameras helfen!

Vier Videokameras stehen auf dem Hansaplatz im Stadtteil St.Georg.
Vier Videokameras stehen auf dem Hansaplatz im Stadtteil St.Georg.  © Georg Wendt/dpa

Wie die Polizei mitteilte, gehen diese jetzt bis Ende des Monats in den Testbetrieb, bevor anschließend der reguläre Betrieb aufgenommen wird.

An den Kriminalitätsschwerpunkten Reeperbahn und Jungfernstieg sind bereits Videoüberwachungen eingerichtet.

Innensenator Andy Grote (SPD) sagte: "Jeder soll sich auf dem Hansaplatz jederzeit sicher und wohlfühlen." Durch die Kameras habe die Polizei die Lage dort ständig im Blick und könne notfalls sofort einschreiten. "Wir sind überzeugt, dass wir mit dem Mix aus Videoüberwachung, einem Glasflaschenverbot und erhöhter Polizeipräsenz einen großen Schritt vorankommen, diesen zentralen Platz wieder lebenswerter zu machen."

Im NDR sagte Grote, dass insgesamt 16 Kameras im Einsatz seien, die Privatbereiche würden verpixelt. Die Aufzeichnungen würden nach 30 Tagen gelöscht, wenn sie keine Beweismittel enthielten.

Der Hansaplatz war bereits von 2007 bis 2009 videoüberwacht worden. Nach einem Umbau des Platzes war die Überwachung nicht wieder aufgenommen worden. Grote hatte dazu früher erklärt, die Kameratechnik habe sich weiterentwickelt.

Anwohner reagieren positiv

Die Videoüberwachung am Hansaplatz geht in den Testbetrieb - die Gegend gilt als Kriminalitätsschwerpunkt.
Die Videoüberwachung am Hansaplatz geht in den Testbetrieb - die Gegend gilt als Kriminalitätsschwerpunkt.  © Georg Wendt/dpa

Bei der Ankündigung der Maßnahme im März hatte Grote gesagt, von den Anwohnern werde das Vorhaben angesichts der Zustände auf dem Platz größtenteils positiv gesehen.

"Es gibt türkische Gemüsehändler, die sagen, wenn das so weitergeht, wähle ich die AfD", sagte Grote damals. Außerdem gebe es in der Bevölkerung einen Wandel. "Wir haben 10.000 Kameras in Hamburg. Und die Akzeptanz und das Bewusstsein, dass das auch ein Sicherheitsgewinn ist, hat sich geändert."

Anders sieht es die Initiative "Stattkameras" des Einwohnervereins St. Georg. Sie spricht von Ausspähung des öffentlichen Raumes und rief zu einer Kundgebung am Donnerstagnachmittag auf.

Die innenpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion, Antje Möller, erklärte dazu, die Videoüberwachung am Hansaplatz sei Teil eines dreiteiligen Gesamtpakets zur Verbesserung der Situation vor Ort. Neben der Videoüberwachung und dem Glasflaschenverbot beinhalte es die Schaffung einer neuen sozialen Anlauf- und Beratungsstelle sowie zwei Vollzeitstellen für zusätzliche Straßensozialarbeit.

Damit würden zusätzliche soziale Angebote für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten geschaffen. "Diese Angebote tragen zur Entspannung der Situation am Hansaplatz bei und fördern so ein friedliches Miteinander."

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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