"Fridays for Future": 30.000 Menschen bei Klima-Demo erwartet!

Hamburg/Kiel – Der globale Streik für mehr Klimaschutz geht in die nächste Runde: Am Freitag plant die Jugendbewegung Fridays for Future auch in Hamburg wieder eine große Demonstration. Veranstalter und Polizei rechnen mit rund 30.000 Teilnehmern. In Kiel werden laut Polizei etwa 4000 Menschen erwartet.

Teilnehmer der "Fridays for Future" demonstrieren auf dem Gänsemarkt.
Teilnehmer der "Fridays for Future" demonstrieren auf dem Gänsemarkt.  © Georg Wendt/dpa

Beim jüngsten globalen Klimastreik waren allein in Hamburg bis zu 100.000 Menschen auf die Straße gegangen, so viele wie noch nie bei einer Klimademo in der Hansestadt.

Anlass für den Streik am Freitag ist die UN-Klimakonferenz Anfang Dezember in Madrid.

"Der Klimaschutz der Staaten ist freiwillig und diese Freiwilligkeit hat bisher keine Wirkung gezeigt. Deshalb gehen wir auf die Straße", sagte Jesko Henning, einer der Sprecher von Fridays for Future der Deutschen Presse-Agentur.

Treffen wollen sich die Schüler und Studenten um fünf nach zwölf am Hamburger Rödingsmarkt. Am Jungfernstieg, wo die Streiks bisher stattfanden, gebe es aufgrund des seit dieser Woche laufenden Weihnachtsmarkts zu wenig Platz.

Die Band Deichkind hat angekündigt, den Protest mit einem Auftritt zu unterstützen. "Die Band empfindet es als unglaublich wichtig, sich zu positionieren und ihren Status auch zu nutzen und damit die Bewegung zu unterstützen", sagte eine Sprecherin der dpa. Nach Angaben der Veranstalter sollen auch Teesy Tones und Courtier auftreten.

Extinction Rebellion auch dabei?

Polizisten lösen eine Sitzblockade auf dem Stephansplatz auf.
Polizisten lösen eine Sitzblockade auf dem Stephansplatz auf.  © Christian Charisius/dpa

Ob die Aktionsgruppe Extinction Rebellion Aktionen geplant hat, war zunächst nicht bekannt. "Wir wünschen uns keinen zivilen Ungehorsam während der Demo, aber wir wünschen natürlich, dass sie dabei sind", sagte Henning. Seit Montag läuft an der Universität Hamburg bereits eine Klimastreikwoche von Students for Future.

Die von der Schwedin Greta Thunberg angestoßene Protestbewegung wird von Schülern und Studenten getragen. Sie fordern von der Politik mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderhitzung und die drohende Klimakatastrophe. Vor allem müsse gemäß dem Pariser Klimaabkommen die globale Erwärmung auf unter 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit eingedämmt werden.

Thunberg, die zurzeit auf einem Katamaran aus den USA Richtung Europa segelt, um an der UN-Klimakonferenz in Madrid teilzunehmen, demonstriert seit vergangenem Sommer jeden Freitag - also meistens während der Schulzeit - für mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz. Ihr Schulstreik hat weltweit Menschen zu Demonstrationen inspiriert.

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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