Millionenraub aus Geldtransporter: Zeuge verweigert die Aussage

Kiel - Im Prozess um einen spektakulären Millionenraub aus einem Geldtransporter will der damalige Beifahrer des angeklagten Fahrers nicht aussagen.

Ein Geldtransporter auf dem Gelände der Firma Prosegur. Aus einem Geldtransporter des Unternehmens sind mehr als zwei Millionen Euro verschwunden.
Ein Geldtransporter auf dem Gelände der Firma Prosegur. Aus einem Geldtransporter des Unternehmens sind mehr als zwei Millionen Euro verschwunden.  © DPA

Der Mann berufe sich über seinen Rechtsanwalt auf sein Aussageverweigerungsrecht, teilte Gerichtssprecherin Rebekka Kleine auf Anfrage mit.

Der Beifahrer geriet nach dem Raub Ende Januar zunächst ebenfalls in Verdacht, die Ermittlungen gegen ihn wurden aber eingestellt.

Der 39-Jährige war in dem Prozess als Zeuge geladen. Unmittelbar zuvor beschuldigte ihn aber der Fahrer in einem überraschenden Geständnis, der Mann sei in die Tatplanung eingeweiht gewesen und habe dafür 10.000 Euro erhalten sollen.

Die Kammer wollte ihn dann im Beisein seines Rechtsanwaltes vernehmen. Dazu kommt es nun nicht mehr. Laut Strafprozessordnung darf ein Zeuge zur Sache schweigen, um sich nicht selbst zu belasten.

In dem Verfahren müssen sich der 41 Jahre alte Fahrer und sein mutmaßlicher Komplize (48) verantworten. Beide Männer sollen während eines Geldtransports von Hamburg nach Kiel unbemerkt drei Geldboxen mit rund 2,4 Millionen Euro Bargeld umgeladen haben. Beide sitzen seit März in Untersuchungshaft.

Das Verfahren wird am heutigen Donnerstag mit der Vernehmung von zwei Kriminalbeamtinnen fortgesetzt.

Das Urteil könnte am 9. November verkündet werden.

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