Gefährlicher Virus breitet sich immer weiter aus!

Hamburg/Kiel – Weit über 1000 Fälle gab es bereits in diesem Jahr! In Hamburg und Schleswig-Holstein sind deutlich mehr Menschen am gefährlichen Rotavirus erkrankt als noch im Vorjahreszeitraum.

Die Rotaviren lösen starken Brechdurchfall aus. (Symbolbild)
Die Rotaviren lösen starken Brechdurchfall aus. (Symbolbild)  © 123RF/Kateryna Kon

Bis Ende Juni zählte das Robert Koch-Institut 1122 Infektionen in der Hansestadt, wie die Krankenkasse IKK classic mitteilte.

Im ersten Halbjahr 2018 seien in Hamburg 619 Infektionen gemeldet worden. In Schleswig-Holstein erkrankten in diesem Jahr 941 Menschen an dem Virus, im ersten Halbjahr 2018 waren es 547.

Außer in Sachsen und Thüringen hat die Infektionsrate in allen Bundesländern zugenommen.

Einen eindeutigen Grund für die Entwicklung konnte die Krankenkasse nicht nennen. "Die Zahlen schwanken zwar von Jahr zu Jahr stark", sagte Andreas Schönhalz, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Niedersachsen und Hamburg, "die Steigerung in diesem Jahr sticht aber heraus, vor allem in Niedersachsen."

Auch in Berlin und Brandenburg sei der Anstieg enorm. Warum es jetzt, wie zuletzt in 2017 erneut zu einem Anstieg kam, sei unklar.

Rotaviren lösen starken Brechdurchfall aus. Die Erkrankung ist meldepflichtig, weil sie vor allem wegen des massiven Flüssigkeitsverlusts für Säuglinge und Kleinkinder lebensgefährlich sein kann.

Behandelt wird die Krankheit in der Regel mit einer Zufuhr von genügend Flüssigkeit und Elektrolyten. In schweren Fällen ist aber auch ein Krankenhausaufenthalt nötig. Schützen können sich Erwachsene und Kinder durch eine Schluckimpfung, die ab der sechsten Lebenswoche möglich ist.

Eine Sckluckimpfung kann schon Säuglinge vor dem Virus schützen. (Symbolbild)
Eine Sckluckimpfung kann schon Säuglinge vor dem Virus schützen. (Symbolbild)  © Kyryl Gorlov/123RF

Titelfoto: 123RF/Kateryna Kon

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