Polizei findet Leiche nach Kneipen-Streit: Prozess in Hamburg beginnt

Hamburg - Sechs Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 36-Jährigen im Hamburger Stadtteil Neugraben-Fischbek (TAG24 berichtete) muss sich der mutmaßliche Täter am Mittwoch vor Gericht verantworten.

Die Gaststätte wurde vorübergehend geschlossen.
Die Gaststätte wurde vorübergehend geschlossen.  © Blaulicht-News.de (Archivbild)

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 37-Jährigen Totschlag vor.

Der aus dem Libanon stammende Angeklagte soll die Frau am frühen Morgen des 11. Juni in der Gaststätte "Katy's Hütte" an der Cuxhavener Straße so geschubst haben, dass sie stürzte und sich am Kopf verletzte.

Anschließend habe er sie mit Faustschlägen traktiert, ihren Kopf auf den Boden geschlagen und sie bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt.

Die Frau sei an ihren vielfachen Verletzungen gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nach der Frau fehlte zunächst jede Spur. Der Angeklagte habe die Leiche in einem nahe gelegenen Gebüsch verscharrt.

Die Polizei hatte den 37-Jährigen am Tag darauf in Buxtehude (Landkreis Stade) festgenommen. Er und die 36-Jährige hätten in der Nacht zunächst allein in der Kneipe gefeiert, dann sei es zum Streit gekommen, hatte ein Polizeisprecher damals mitgeteilt.

Angestellte des Lokals hatten am Morgen Blutspuren gefunden und die Polizei gerufen.

Einsatzkräfte der Polizei durchkämmten eine Wiese in der Fischbeker Heide.
Einsatzkräfte der Polizei durchkämmten eine Wiese in der Fischbeker Heide.  © Blaulicht-News.de (Archivbild)

Update, 13.38 Uhr

Der 37-Jährige gab an, er stamme aus Algerien. Er sei 2016 nach Deutschland gekommen und habe unter falscher Identität Asyl beantragt.

Der Antrag sei abgelehnt worden. In der Kneipe habe er als Aushilfe gearbeitet. Er habe regelmäßig viel Alkohol getrunken und Drogen konsumiert.

Der Inhaber der Kneipe habe ihn teilweise mit Kokain bezahlt.

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