"Hatte immer Angst": So hart war das Coming-Out für Star-DJ Felix Jaehn

Hamburg – Er ist ein Star-DJ, bringt bei seinen Auftritten Hunderttausende zum beben - doch im Gespräch mit Markus Lanz gab sich Felix Jaehn (24) am Dienstagabend ehrlich und bodenständig.

Bei Markus Lanz sprach der Star über die Tücken des DJ-Alltags.
Bei Markus Lanz sprach der Star über die Tücken des DJ-Alltags.  © Screenshot/ZDF/Markus Lanz

Dass das DJ-Leben nicht immer leicht ist, zeigt wohl am deutlichsten das Schicksal, das seinen schwedischen Musiker-Kollegen Avicii ereilte (TAG24 berichtete).

Auch Felix Jaehn sprach in der Talkshow von der Rastlosigkeit und den Reizüberflutungen des harten Tour-Alltags. Auf der Bühne sei er alleine, die Fans nehme er in dem Augenblick gar nicht richtig wahr. "Das sind so schreiende Pünktchen, das sind keine Menschen."

Der 24-Jährige fasste das als "emotional-abstraktes" Leben zusammen und gestand, das Gefühl von Normalität zu vermissen. Manchmal arbeite er vier Wochen am Stück ohne Pause. "Irgendwann habe ich das Gefühl, ich laufe bald gegen die Wand und dann muss ich mir einen freien Tag nehmen", erklärte der Superstar.

Eine Gefahr, wie bei Avicii, sieht Jaehn bei sich aber nicht: "Ich habe zum Glück ein Team, das mich unterstützt und auch Freunde und Familie, die gut auf mich aufpassen."

"Hatte Angst, entlarvt zu werden"

Inzwischen hat Felix Jaehn einen Weg gefunden, mit seiner Bisexualität umzugehen.
Inzwischen hat Felix Jaehn einen Weg gefunden, mit seiner Bisexualität umzugehen.  © Screenshot/ZDF/Markus Lanz

Vor einigen Jahren hatte Felix Jaehn noch gesundheitliche Probleme, mit denen er schwer zu kämpfen hatte. Er habe jeden Tag Schmerzen gehabt, erzählt er.

Sport, Yoga und ein spezieller Bewegungsplan haben ihm jedoch geholfen, die Schmerzen in den Griff zu bekommen. Um auch seine Psyche weiterhin gesund zu halten, setzt der DJ zudem auf Meditation.

Die wohl schwierigste Zeit im Leben des 24-Jährigen war jedoch die vor seinem Coming-Out. Jahrelang habe er einen inneren Kampf bestritten, bis er sich im vergangenen Jahr als bisexuell outete.

"Ich hatte immer die Angst, entlarvt zu werden", gesteht der Hamburger. Doch dann habe er erkannt: "Wenn ich glücklich sein will, muss ich 100 Prozent authentisch und ich selbst sein."

Eine klare Tendenz habe er noch nicht "Das schwankt: Mal ist es so, mal so". Mit dem Gefühl des Nicht-Festlegen-Könnens sei er inzwischen aber im Reinen.

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