Große Ehre für früheren Wimbledon-Sieger

Newport/Hamburg - Michael Stich ist eine große Ehre zuteil geworden. Der Wimbledonsieger von 1991 ist am Wochenende in die International Hall of Fame des Tennissports aufgenommen worden.

Helena Sukova und Michael Stich wurden in die Hall of Fame aufgenommen.
Helena Sukova und Michael Stich wurden in die Hall of Fame aufgenommen.  © dap/Elise Amendola

Gemeinsam mit dem scheidenden Direktor des Herren-Tennisturniers am Hamburger Rothenbaum ist auch der Tschechin Helena Sukova (53) diese Ehre zuteil geworden.

Stich gehört damit wie Steffi Graf und Boris Becker zu den Mitgliedern der Ruhmeshalle in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island.

"Ich bin stolz und fühle mich sehr geehrt, ein Mitglied dieser Familie zu sein", sagte der Hamburger Stich am Samstagabend im Rahmen der Ehrung.

Der 49 Jahre alte Doppel-Olympiasieger von Barcelona 1992 mit Becker an seiner Seite war am Donnerstag eigens von Hamburg aus zu dem Festbankett in die USA gereist.

"Es ist das Größte in Form von Anerkennung nach der aktiven Zeit und es geht darum, was man für den Tennissport getan hat und nicht, ob man einen oder 20 Grand-Slam-Titel gewonnen hat", sagte er am Sonntag nach seiner Rückkehr in die Hansestadt.

Es bedeute ihm "extrem viel, weil es für uns Tennisspieler nach der aktiven Zeit die größte Ehre ist, die man erhalten kann", so Stich im TV-Sender Sky Sport News HD.

Es sei auch eine Respektbekundung für das Geleistete im Sport, aber auch für das Geleistete außerhalb des Platzes. Zugleich bedeute die Ehrung auch eine Verpflichtung, etwas für den Erhalt des Tennissports zu tun.

In der "Bild am Sonntag" meinte Stich, er könnte mit seiner Art, Tennis zu spielen, auch heutzutage noch Erfolg haben und etwas mehr Kreativität ins Spiel bringen. "Heute spielt die Physis häufig eine größere Rolle, was zulasten der Kreativität geht", sagte er.

Stich war am Sonntagnachmittag rechtzeitig von dem Kurztrip in Hamburg zurück, wo am Abend das Legenden-Match zwischen ihm und Altmeister John McEnroe aus den USA anstand. Das Legendenmatch gewann Stich mit 7:6, 2:6 sowie einem 10:7 im Tiebreak.

Die 112. Auflage am Rothenbaum, die letzte mit Stich als Turnierdirektor, beginnt am Montag und endet am kommenden Sonntag. Stich hat vor 25 Jahren als bisher letzter Deutscher bei der Traditionsveranstaltung gesiegt.

Sein größter Sieg: 1991 gewann Michael Stich das Wimbledon-Finale gegen Boris Becker.
Sein größter Sieg: 1991 gewann Michael Stich das Wimbledon-Finale gegen Boris Becker.  © dpa/Kai-Uwe Wärner

Titelfoto: dpa/Kai-Uwe Wärner, dpa/Elise Amendola


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