Schluss mit grausamer Tierquälerei: Hamburger Todeslabor wird geschlossen!

Hamburg – Es waren schreckliche Bilder von gefesselten Affen und blutverschmierten Hunden, die aus einem Tierversuchslabor nahe Hamburg ans Tageslicht kamen (TAG24 berichtete) - doch damit ist nun bald Schluss!

Ein Hund kauert in seinem blutverschmierten Zwinger.
Ein Hund kauert in seinem blutverschmierten Zwinger.  © Soko Tierschutz e.V.

Das umstrittene Tierversuchslabor Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) in Mienenbüttel (Landkreis Harburg) soll im kommenden Jahr geschlossen werden.

Das geht aus einem internen Schreiben hervor, das dem NDR vorliegt. Mit der zuständigen Behörde sei vereinbart worden, dass die Versuche mit Hunden, Katzen und Affen beendet werden, heißt es.

Eine große Affenstudie soll allerdings noch beendet werden. Am Montag gab das Labor bereits dutzende Tiere an den Lieferanten zurück (TAG24 berichtete).

Die Zustände in dem privaten Labor hatten deutschlandweit für große Empörung gesorgt, nachdem ein Aktivist der SOKO Tierschutz die furchtbaren Aufnahmen von zu Tode gequälten Versuchstieren ans Licht gebracht hatte (TAG24 berichtete).

Der Organisation war es gelungen, den Undercover-Ermittler von Dezember 2018 bis März 2019 als Mitarbeiter in das Labor zu schleusen, in das sonst niemand einen Einblick bekommt.

Großdemo am 16. November

Blick auf das Gelände des LPT-Labors in Mienenbüttel.
Blick auf das Gelände des LPT-Labors in Mienenbüttel.

Dabei dokumentierte er unter anderem, wie Hunde blutverschmiert in ihren Zwingern kauerten, nachdem ihnen Schläuche oder Kapseln in den Hals gezwungen wurden und Tiere qualvoll verendeten, nachdem sie vorsätzlich vergiftet wurden.

Neben der Misshandlung von Tieren soll die Firma auch zahlreiche Versuchsergebnisse manipuliert haben, wie ehemalige Mitarbeiterinnen der Firma gegenüber dem ARD-Fernsehmagazin "Fakt" aussagten.

Am 29. Februar 2020 soll nun endgültig Schluss sein: Das Versuchslabor schließt seine Tore.

Die Tierschutzorganisationen verlangen auch eine Schließung der übrigen LPT-Labore, denn das Labor in Mienenbüttel ist nur eines von drei Einrichtungen in Deutschland.

Zwei weitere Standorte befinden sich in Neugraben (Hamburg) und Löhndorf (Schleswig-Holstein).

Zudem verlangen die Tierschützer, dass auch die übrigen Tiere nach den jahrelangen Qualen übergeben und nicht getötet werden.

Am 16. November ruft das Aktionsbündnis gegen Tierversuche zu einer erneuten Großdemonstration in Hamburg auf.

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