Nach Frachter-Crash: Kaputte Fähre sorgt für Fahrplan-Chaos

Hamburg - Im Februar wurde die Hafenfähre "Finkenwerder" von einem Containerschiff regelrecht zerquetscht (TAG24 berichtete). Noch immer hat das Folgen für den Sommerfahrplan der Hamburger Hadag.

Die Fähre "Finkenwerder" steht stark beschädigt an einer Anlegestelle.
Die Fähre "Finkenwerder" steht stark beschädigt an einer Anlegestelle.  © DPA

Wie aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Norbert Hackbusch und Heike Sudmann hervorgeht, gab es im vergangenen März 48 Ausfälle auf der Linie 62 zwischen Landungsbrücken und Finkenwerder.

Im April waren es noch 28 und im Mai 26 Ausfälle.

Nach Angaben des Fährunternehmens werden auf der besonders bei Touristen beliebten Linie bis zu neun Schiffe eingesetzt.

Für den am 1. März in Kraft getretenen Sommerfahrplan waren zusätzliche Fahrten geplant. Die beschädigte Fähre "Finkenwerder" habe aber nicht so schnell ersetzt werden können.

Das Schiff ist noch immer nicht repariert. Die Sachverständigen seien sich nicht einig, ob sich eine Reparatur lohne, hieß es. Trotz der weiterhin fehlenden Fähre soll das verbesserte Ausfallniveau von Mai zumindest gehalten werden.

Die Hadag muss zurzeit auf ein weiteres ihrer insgesamt 26 Schiffe verzichten: Eine sogenannte "Bügeleisen"-Fähre liegt seit vergangenem Monat in einer Werft. Sie soll umgebaut werden und eine Abgasreinigung bekommen.

Am 9. Februar war das 400 Meter lange Containerschiff "Ever Given" vom Kurs abgekommen und hatte die 25 Meter lange "Finkenwerder" am Anleger Blankenese zusammengedrückt. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs gegen den Kapitän des Megafrachters und gegen den Lotsen.

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