Grausame Tierversuche: Wird Todeslabor doch nicht geschlossen?

Neu Wulmstorf – Nach der Nachricht, dass die grausamen Tierversuche in Neu Wulmstorf nahe Hamburg bald ein Ende haben (TAG24 berichtete), scheint die Zukunft des umstrittenen Labors unklar.

Blick auf das Gelände des LPT-Labors in Mienenbüttel.
Blick auf das Gelände des LPT-Labors in Mienenbüttel.  © Bodo Marks/dpa

Zu einer möglichen Schließung gebe es zwischen dem Landkreis Harburg und dem Unternehmen keinerlei Absprachen oder Verhandlungen, sagte Landkreissprecher Andres Wulfes am Freitag.

"Wir arbeiten mit Hochdruck gemeinsam mit allen beteiligten Behörden daran, die Ermittlungen schnell abzuschließen", sagte er.

Das vorliegende Videomaterial und die inzwischen abgestellten Mängel bei der Haltung der Affen stellten juristisch keinen hinreichenden Grund für die Schließung des Labors dar: "Das Veterinäramt kontrolliert die Haltungsbedingungen und den Zustand der Tiere engmaschig."

Die Firma LPT hat gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bislang nicht auf Bitten um eine Stellungnahme reagiert.

Tierschützer hatten angeprangert, dass in dem Labor im Ortsteil Mienenbüttel Hunde und Affen bei Versuchen misshandelt würden. Ein Aktivist hatte sich als Mitarbeiter eingeschlichen und Aufnahmen von schreienden Affen und blutverschmierte Hunden gemacht. Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt.

"Bei der aktuellen Untersuchung kooperieren wir vollumfänglich mit den Behörden", hatte die Firma mitgeteilt. Man führe Auftragsstudien bei der Arzneimittelzulassung durch, hieß es zu den Versuchen.

Ein Hund kauert in seinem blutverschmierten Zwinger.
Ein Hund kauert in seinem blutverschmierten Zwinger.  © Soko Tierschutz e.V.

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