Schwere Unwetter im Norden, doch Hamburg feiert weiter!

Hamburg - Im Norden hat es am Samstagnachmittag vielerorts schwere Unwetter gegeben. Ein Regionalzug mit rund 500 Reisenden blieb auf offener Strecke bei Hamburg stecken.

Ein Feuerwehrmann kämpft gegen die Wassermassen an einer Kreuzung.
Ein Feuerwehrmann kämpft gegen die Wassermassen an einer Kreuzung.  © tvnewskontor

Das Gewitter hatte einen Schaden an einer Oberleitung ausgelöst. Mittlerweile konnten die Menschen den aber wieder verlassen und wurden zu einem S-Bahnhof in der Nähe begleitet, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Samstagabend.

Der Zug stand zwischen Hamburg-Bergedorf und Schwarzenbek. Nach ersten Erkenntnissen waren Äste, die durch starken Regen in die Oberleitung gefallen seien, der Grund für Störung.

Im Regionalverkehr kommt es seitdem zu Verspätungen. Reisende im Fernverkehr zwischen Hamburg und Berlin müssten sich aufgrund des Oberleitungsschadens ebenfalls auf Verspätungen einstellen, sagte der Sprecher weiter.

Die Züge mussten für kurze Zeit umgeleitet werden. Wer demnächst auf der Strecke unterwegs sei, sollte sich über das Internet informieren.

Besonders in Hamburgs Osten hatte die Feuerwehr mit den Regenmassen, die in kürzester Zeit vom Himmel gefallen waren, alle Hände voll zu tun und musste über vierzig Mal ausrücken.

Mehrere Straßen standen unter Wasser, Siele waren verstopft. Einsatzkräfte mussten durch Wasser stapfen, um Sieldeckel ausfindig zu machen und zu lösen.

Schlagermove findet im Regen statt

Besucher des Schlagermoves tanzen im Regen.
Besucher des Schlagermoves tanzen im Regen.  © René Schröder

Pünktlich zur Eröffnung des Schlagermoves um 15 Uhr zwischen Heiligengeistfeld und Landungsbrücken gingen in Hamburg die teils starken Regenfälle los.

Die meisten Besucher schien das aber nicht weiter zu stören. Sie tanzten mit Regencapes, unter Schirmen oder suchten kurzzeitig unter Brücken und Dächern Schutz.

Knapp 50 geschmückte Trucks mit aufgebauten Musikanlagen fuhren derweil durch die Stadt und spielten die deutschen Mega-Hits der 60er und 80er Jahre.

Alle Trucks starteten im Gedenken an den am 2. Juli gestorbenen Schlagerstar Costa Cordalis mit einem Song des Künstlers. Auch Lucas Cordalis gehörte neben Willi Herren, Peter Sebastian und Olaf Henning zu den Gastgebern.

Es war sein erster öffentlicher Auftritt nach dem Tod seines Vaters. Tausende Teilnehmer jubelten ihm zu und sangen gemeinsam mit ihm den Hit "Anita".

Bei der Aftermove-Party auf dem Heiligengeistfeld wollen DJs und weitere Live-Künstler den Schlagerfans in fünf Festzelten bis spät in die Nacht einheizen.

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