Terror-Anschlag in Deutschland geplant: Urteil für drei Iraker erwartet

Hamburg – Im Hamburger Prozess gegen drei kurdische Iraker wegen Vorbereitung eines Terroranschlags werden am Mittwoch um 10 Uhr die Plädoyers erwartet.

Terror-Verdacht: Drei Angeklagte sitzen im Landgericht im Saal neben ihren Anwälten.
Terror-Verdacht: Drei Angeklagte sitzen im Landgericht im Saal neben ihren Anwälten.  © Daniel Bockwoldt/dpa Pool/dpa

Auch ein Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts könne nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Gerichtssprecher.

Zwei der Angeklagten, die Anfang des Jahres im Kreis Dithmarschen festgenommen wurden, haben zugegeben, dass sie über einen islamistischen Anschlag in Deutschland nachdachten und konkrete Vorbereitungen einzuleiten versuchten.

Die beiden 23-Jährigen sind Cousins und waren 2016 als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Nach Angaben ihrer Verteidiger haben sie sich inzwischen von ihren Taten und von islamistischer Ideologie distanziert.

Der dritte Angeklagte, ein 36-Jähriger, wurde von den beiden Haupttätern auf den Kauf einer Waffe angesprochen und hat diesen Wunsch an einen Kontaktmann weitergegeben, war selbst aber nicht Anhänger von islamistischen Ideologien.

Das Gericht, die Bundesanwaltschaft und die Verteidigung hatten sich auf einen Strafrahmen verständigt, wenn die Angeklagten umfassend aussagen. Danach erwartet die beiden 23-Jährigen eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren.

Der dritte Angeklagte, der wegen Beihilfe vor Gericht steht, könnte mit einer Bewährungsstrafe davonkommen.

Einsatzkräfte der Polizei stehen während einer Durchsuchung vor einem Haus im Kreis Dithmarschen.
Einsatzkräfte der Polizei stehen während einer Durchsuchung vor einem Haus im Kreis Dithmarschen.  © dpa/Bodo Marks

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa Pool/dpa

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