Studentin auf Friedhof gewürgt: Täter begeht nach Urteil groben Fehler

Hamburg - Vor dem Hamburger Landgericht ist am Mittwoch ein 40-jähriger Mann verurteilt worden, der eine Studentin auf dem Öjendorfer Friedhof brutal überfallen hat.

Gräber auf dem Friedhof Öjendorf in Hamburg-Billstedt.
Gräber auf dem Friedhof Öjendorf in Hamburg-Billstedt.  © DPA

Im April 2018 hatte die Polizei von dem Vorfall in Billstedt berichtet. Das 18-jährige Opfer hatte auf einer Grünfläche des Friedhofgeländes an einem Baum gesessen und ein Buch gelesen.

Bei helllichtem Tag trat der 40-jährige Täter plötzlich hinter sie, drückte die junge Frau zu Boden und würgte sie mit einem Fahrradgurt.

Das Opfer schrie laut um Hilfe. Als der Täter ihr daraufhin den Mund zuhielt, biss sie ihm in die Hand und konnte sich befreien. Passanten an einer Bushaltestelle verständigten dann die Polizei. Der Mann konnte zunächst flüchten, wurde später aber von der Polizei überführt.

Ein Jahr nach dem Vorfall musste er sich bereits vor dem Amtsgericht St. Georg wegen Nötigung und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Dabei wurde er in erster Instanz zu 15 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt (TAG24 berichtete).

Doch laut Bild-Zeitung legte der Verurteilte noch einmal Berufung ein und ging gegen das Urteil vor. Ein grober Fehler - denn jetzt wurde der vielfach vorbestrafte Mann in zweiter Instanz zu einer noch höheren Strafe verurteilt!

Der 40-Jährige, der bis zum Schluss zu den Vorwürfen schwieg, wurde am Mittwoch zu einer 18-monatigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt.

Ein Justizbeamter steht vor der leeren Richterbank im Gerichtssaal im Strafjustizgebäude.
Ein Justizbeamter steht vor der leeren Richterbank im Gerichtssaal im Strafjustizgebäude.  © Christian Charisius/dpa

Titelfoto: DPA

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