AfD und CDU fordern Militärfeiern vor dem Hamburger Rathaus

Hamburg - Jeder kennt die protzigen Militärparaden aus Russland und Nordkorea. In Hamburg wollen die CDU und die AfD die Bundeswehr auf den Rathausmarkt holen.

Bundesverteidigungsminister geht bei einem Appell an den Soldaten vorbei.
Bundesverteidigungsminister geht bei einem Appell an den Soldaten vorbei.  © DPA

Beide Parteien fordern, dass die Bundeswehr künftig ihre Beförderungsappelle auf dem großen Platz in der Innenstadt Hamburgs abhält.

"Die Bundeswehr gehört in die Mitte der Gesellschaft", sagt Karl-Heinz Warnholz, Sicherheitsexperte der CDU-Fraktion.

Laut AfD, die ebenfalls in einem eigenen Antrag dafür plädiert, wäre dieses Prozedere notwendig, da die Bundeswehr mittlerweile ein Schattendasein führe. Damit würde die Bundeswehr wieder mehr in die Öffentlichkeit rücken.

Nach der Aussetzung der Wehrpflicht verfüge sie über ein massives Nachwuchsproblem.

In der CDU-Mitteilung hieß es weiter, dass die Bundeswehr seit ihrer Gründung im Jahr 1955 den Frieden in Deutschland und Europa sichere. Mit ihren Uniformen seien die Soldaten immer Staatsbürger und ein wertvoller Teil der Gesellschaft gewesen.

Die Soldaten legen ihr Gelöbnis ab.
Die Soldaten legen ihr Gelöbnis ab.  © DPA

"Ein öffentlicher Appell auf dem zentralen Platz Hamburgs, dem Rathausmarkt, erscheint daher mehr als angesehen", erklärte Warnholz.

Vergleichbare Veranstaltungen seien im Großen Festsaal des Rathauses bei Polizisten, Feuerwehrleuten oder anderen Hilfsdiensten längst üblich, so der CDU-Politiker.

Bislang finden die Beförderungsappelle zum Beispiel auf dem Bundeswehr-Gelände der Helmut-Schmidt-Universität statt.

Dabei habe die Bundeswehr in der Hansestadt laut Warnholz eine "herausragende Bedeutung".

Auf der einen Seite halfen die Soldaten bei der Sturmflut 1962, auf der anderen ist Hamburg einer von nur zwei Universitätsstandorten der Bundeswehr, Sitz der Führungsakademie und Sitz des Bundeswehrkrankenhauses in Wandsbek.

Die Idee stößt allerdings nicht bei allen Fraktionen auf große Zustimmung. Wie die Grünen auf TAG24-Nachfrage mitteilten, wären sie nie auf eine vergleichbare Initiative gekommen.

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