Ausfälle und Unpünktlichkeit: Das nervt die Hamburger am Nahverkehr

Hamburg - In Hamburg zwingt die Politik die Bürger förmlich auf den Nahverkehr umzusteigen und aufs eigene Auto zu verzichten. Eine Baustelle reiht sich an eine andere, Stau noch und nöcher, Parkplätze sind in der Hansestadt Mangelware.

Die Gleise und Bahnsteige der Linie U3 blieben leer.
Die Gleise und Bahnsteige der Linie U3 blieben leer.  © DPA

Doch wie aus einer Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Dennis Thering hervorgeht, sind die Hamburger keineswegs zufrieden mit dem Nahverkehr.

Im vergangenen Jahr sind beim Verkehrsunternehmen deutlich mehr Beschwerden von Fahrgästen eingegangen als noch in den Vorjahren.

Rund 30.000 Mal meldeten sich Kunden mit Klagen über Fahrtausfälle, Verspätungen, Unhöflichkeiten des Personals oder anderen Negativerfahrungen, wie aus der Anfrage hervorgeht.

In den Jahren 2016 und 2017 waren noch jeweils rund 26.000 Beschwerden gezählt worden.

Spitzenreiter bei den in Ungnade gefallenen Bürgern ist die Hochbahn mit 18.185 Beschwerden. Am Häufigsten beklagten sich Fahrgäste beim Verkehrsunternehmen über Fahrtausfälle (1.547), Verspätungen (1.415) und zu früh gefahrenen Bahnen (1.391).

Weniger von der negativen Kritik waren die Verkehrsbetriebe Hamburg Holstein (VHH/rund 4.900), der Hamburger Verkehrsbund (HVV/4.070), die S-Bahn (2.546), das Eisenbahnunternehmen AKN (236) und der Fährdienst Hadag (149) betroffen.

Wie schon bei der Hochbahn lagen auch bei diesen Betrieben die Punkte Pünktlichkeit und Fahrtausfall an der Spitze.

Der Senat betonte jedoch, dass gemessen an den 780 Millionen Fahrgästen im HVV im Jahr 2017 bewege sich die Zahl der Eingaben nach wie vor auf einem geringen Niveau.

Zudem äußerten die Kunden in ihren Reaktionen nicht nur Kritik, sondern auch Anregungen, Wünsche und Lob.

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