Anschlag auf Amtsgericht: Linksextremisten bekennen sich

Hamburg - Drei Anschläge in einer Nacht! In den Hamburger Stadtteilen Ottensen und Barmbek-Süd kam es laut Polizei zu mutmaßlich politisch motivierten Sachbeschädigungen.

Die Polizei leuchtet den Eingangsbereich des Amtsgerichtes Barmbek aus.
Die Polizei leuchtet den Eingangsbereich des Amtsgerichtes Barmbek aus.  © René Schröder

An der Elbchaussee, wo während des G20-Gipfels 2017 zahlreiche Autos in Brand gesetzt wurden, warfen unbekannte Täter die Scheiben von zwei Immobilienunternehmen ein.

Laut Polizei wurde ein Zeuge durch die Knallgeräusche aufmerksam und sah, wie sich mehrere Personen Richtung Elbe flüchteten.

Eine Fahndung durch die alarmierte Polizei blieb erfolglos. Laut Täterbeschreibung trugen die Personen dunkle Kleidung.

Ähnlich erging es den Beamten am Amtsgericht Barmbek. Auch dort blieb eine Suche nach den vermeintlichen Tätern erfolglos.

Dort wurde nach ersten Erkenntnissen eine Scheibe eingeschlagen und ein brennender Gegenstand in das Gebäude geworfen wurden. Dieser richtete jedoch keinen Schaden an. Die Feuerwehr stellte keine Brandgefahr fest.

Da die Polizei von politisch motivierten Taten ausgeht, haben Beamte des Staatsschutzes die Ermittlungen übernommen. Sie überprüfen auch, ob ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht.

Zeugen, die die Taten beobachtet haben, werden gebeten sich unter der 040-4286-56789 zu melden.

Mittlerweile ist im Laufe des Tages ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Aus Solidarität zu G20-Krawallmachern, die in Haft sitzen, hätten sie Taten verübt.

In dem Schreiben heißt es weiter, dass sich ihre Wut auf die "Hamburger Repressionsbehörden" und gegen die "herrschenden Verhältnisse und die autoritäre Formulierung der Gesellschaft" richtet.

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