Staatsanwalt hält 70-jährigen Bankräuber weiterhin für gefährlich

Hamburg - Er überfiel drei Banken und schoss einen Mann nieder! Ein 70 Jahre alter Mann soll für seine schweren Taten für zwölf Jahre und zehn Monate ins Gefängnis wandern.

Der Tatverdächtige gestikuliert wild im Gerichtssaal herum.
Der Tatverdächtige gestikuliert wild im Gerichtssaal herum.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Das forderte die Staatsanwaltschaft am Dienstag vor dem Landgericht Hamburg. Der Oberstaatsanwalt beantragte zudem Sicherungsverwahrung für den Angeklagten.

"Ich halte es für möglich, dass er dann immer noch in der Lage ist, körperlich zumindest, Raubüberfälle zu begehen", sagte Oberstaatsanwalt Lars Mahnke in seinem Plädoyer.

Die Argumente sprächen dafür, dass weiterhin eine Gefahr von ihm ausgehen werde.

Der Deutsche ist angeklagt wegen schweren Raubes und versuchten Mordes. Er hatte zwischen 2011 und 2019 drei Hamburger Sparkassen überfallen. Bei einer der Taten schoss er auf einen Mitarbeiter und verletzte ihn schwer. Für den Mann bestand damals potenzielle Lebensgefahr.

Der 70-Jährige hatte vor Gericht die Taten zugegeben, eine Tötungsabsicht aber bestritten. Bei seinen Raubzügen hatte er rund 25.000 Euro erbeutet.

Am Nachmittag sollte der Verteidiger sein Plädoyer halten, die letzten Worte des Angeklagten sind für den gesamten nächsten Prozesstag am 29. August eingeplant.

Der 70-Jährige soll drei Banken überfallen haben.
Der 70-Jährige soll drei Banken überfallen haben.  © Daniel Bockwoldt/dpa

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