Mehr als 200 Autos beschädigt! Razzia bei Park-Anbieter

Hamburg - Der erste Verdacht könnte sich bestätigen. Die Hamburger Polizei hat am Mittwoch in einer konzentrierten Aktion mehrere Betriebe und Wohnungen untersucht.

Eine Polizeibeamtin durchsucht eines der Transportfahrzeuge.
Eine Polizeibeamtin durchsucht eines der Transportfahrzeuge.  © TV News Kontor

Die Razzia richte sich gegen einen Verdächtigen und mehrere Zeugen im Zusammenhang mit der Beschädigung von mehr als 200 geparkten Autos in der Umgebung des Hamburger Flughafens vor einigen Wochen, sagte ein Polizeisprecher.

Vollstreckt wurden insgesamt neun Durchsuchungsbeschlüsse bei Park-and-Fly-Unternehmen, die Fluggästen einen Parkservice abseits der offiziellen Flughafen-Parkhäuser und -Parkplätze anbieten.

Unbekannte Täter hatten Mitte April 226 Autos mit auswärtigen und ausländischen Kennzeichen rund um den Flughafen beschädigt. Bei einigen Autos schlitzten die Täter einen oder mehrere Reifen auf, andere wurden zerkratzt.

Die Polizei hatte bislang Medienberichte nicht bestätigt, nach denen konkurrierende Park-Unternehmen hinter den Attacken auf die Autos stehen könnten.

Die Täter zerstachen die Reifen der parkenden Urlauberautos.
Die Täter zerstachen die Reifen der parkenden Urlauberautos.  © Georg Wendt/dpa

Die Anbieter werben für ihre Dienstleistungen, indem sie eine sichere Stellfläche für die Autos während der Abwesenheit der Besitzer versprechen.

Einige Unternehmen sollen jedoch gar nicht über ausreichende Flächen verfügen und die Autos auf öffentlichen Flächen abstellen. Andererseits versuchen auch Fluggäste, hohe Parkkosten zu sparen, indem sie ihre Fahrzeuge in öffentlichen Straßen abstellen.

Große Bereiche östlich des Flughafens sind deshalb als Bewohnerparkgebiete ausgewiesen und andere Autofahrer dürfen nur drei Stunden mit Parkscheibe parken.

Bereits zu Wochenbeginn kontrollierte eine Sonderkommission der Polizei am Flughafen Fahrer von Park-and-Fly-Unternehmen.

Wie die Polizei mitteilte, prüften die Beamten das Einhalten der behördlichen Vorschriften und ob ein Personenbeförderungs- und Gewerbeschein vorlag.

Update, 21.30 Uhr

Die Hamburger Polizei hat am Mittwoch mehrere Betriebe und Wohnungen untersucht, unter anderem in Bönningstedt und mehreren Hamburger Stadtteilen.

Die Razzia richte sich gegen einen 23 Jahre alten Tatverdächtigen und mehrere Zeugen im Zusammenhang mit der Beschädigung von mehr als 200 parkenden Autos in der Umgebung des Hamburger Flughafens vor einigen Wochen, sagte ein Polizeisprecher.

Die Polizei stellte Datenträger, Mobiltelefone und mögliche Tatwerkzeuge sicher. Zu Festnahmen kam es nicht; der Verdächtige hatte die Beamten freiwillig zu einer Vernehmung begleitet. Nun wertet die Polizei die Funde aus.

Vollstreckt wurden insgesamt neun Durchsuchungsbeschlüsse bei Park-and-Fly-Unternehmen sowie Privatwohnungen. Die Firmen bieten Fluggästen einen Parkservice abseits der offiziellen Flughafen-Parkhäuser und -Parkplätze an und versprechen eine sichere Stellfläche für die Autos während der Abwesenheit der Besitzer.

Einige Unternehmen sollen jedoch gar nicht über ausreichende Flächen verfügen und die Autos im öffentlichen Raum abstellen.

Die Polizei hatte bislang Medienberichte nicht bestätigt, nach denen konkurrierende Park-Unternehmen hinter den Attacken auf die Autos stehen könnten. Nun seien die Ermittlungen in eine offene Phase eingetreten. Die Polizei habe zudem eine Belohnung von 1500 Euro ausgelobt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen.

Die Kosten für das Parken des eigenen Pkw sind für viele Fluggäste ein Ärgernis. Manche Fluggäste versuchen zu sparen, indem sie ihre Fahrzeuge in öffentlichen Straßen abstellen.

Große Bereiche östlich des Flughafens sind deshalb als Bewohnerparkgebiete ausgewiesen und andere Autofahrer dürfen nur drei Stunden mit Parkscheibe parken.

Mehr zum Thema Hamburg Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0