Ehemaliger KZ-Wachmann (93) vor Gericht: Historiker soll Klarheit schaffen

Hamburg - Im Prozess gegen einen ehemaligen Wachmann im KZ Stutthof (TAG24 berichtete) will das Hamburger Landgericht am Montag einen Historiker befragen.

Der 93-jährige Angeklagte wird von einem Justizbeamten in den Sitzungssaal geschoben.
Der 93-jährige Angeklagte wird von einem Justizbeamten in den Sitzungssaal geschoben.  © Christian Charisius/dpa/Pool/dpa

Der Göttinger Wissenschaftler Stefan Hördler ist Experte für die Verbrechen der Nationalsozialisten und soll über das Geschehen in dem Lager bei Danzig Auskunft geben.

Angeklagt ist ein 93 Jahre alter früherer SS-Wachmann. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen vor.

Er soll zwischen dem 9. August 1944 und dem 26. April 1945 "die heimtückische und grausame Tötung insbesondere jüdischer Häftlinge unterstützt" haben.

Zu seinen Aufgaben habe es gehört, die Flucht, Revolte und Befreiung von Häftlingen zu verhindern.

Der Prozess findet vor einer Jugendkammer statt, weil der Beschuldigte zur Tatzeit erst 17 bis 18 Jahre alt war.

Dem Angeklagten wird Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen vorgeworfen.
Dem Angeklagten wird Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen vorgeworfen.  © Axel Heimken/dpa

Titelfoto: Christian Charisius/dpa/Pool/dpa

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