Bleibt das Paloma-Viertel an der Reeperbahn eine Ruine?

Hamburg - Noch immer hat sich keine Baugemeinschaft für die rund 30 Wohnungen im geplanten Paloma-Viertel an der Hamburger Reeperbahn gefunden.

Blick auf das ehemalige Esso-Häuser-Areal und das künftige Paloma-Viertel zwischen dem Hafen und der Reeperbahn.
Blick auf das ehemalige Esso-Häuser-Areal und das künftige Paloma-Viertel zwischen dem Hafen und der Reeperbahn.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Werden die öffentlich geförderten Wohnungen im siebten Anlauf bauwillige Interessenten finden?

Die Bewerbungsfrist sei nun erneut verlängert worden, sagte eine Sprecherin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in Hamburg.

Bereits zum siebten Mal und diesmal bis zum 15. November. "Alle beteiligten Behörden und Partner hoffen, dass es diesmal die letzte ist."

Das Areal um Deutschlands ehemals wohl bekannteste Esso-Tankstelle hatte vor zehn Jahren die Bayerische Hausbau erworben. Trotz Anwohnerprotesten wurden die maroden Gebäude 2014 abgerissen.

Mit dem Paloma-Viertel soll bis Ende 2022 ein Vorzeige-Projekt entstehen, das Interessen der Eigentümerin mit denen von Anwohnern verbindet.

Neben einem Hotel soll in dem Gebäudekomplex etwa ein Nachbarschaftscluster mit sozialen Projekten untergebracht sein.

Außerdem sollen etwa 60 Prozent der rund 200 entstehenden Wohnungen öffentlich gefördert sein - wovon wiederum ein Teil durch eine Baugemeinschaft realisiert werden soll. Ein Hauptproblem seien die derzeit hohen Baukosten, hatte das Planungsbüro PlanBude schon vor einiger Zeit erklärt.

Außerdem sei der Kaufpreis für den Grundstücksanteil so hoch, dass eine Gemeinschaft viel Eigenkapital mitbringen müsse. Das wiederum bedeute, dass ihre Mitglieder gut situiert sein müssten und somit wohl nicht förderberechtigt wären.

Hamburg hat zwischenzeitlich geprüft, ob die Stadt eines der Baufelder "unter wirtschaftlich und rechtlich vertretbaren Konditionen" erwerben kann, wie ein Sprecher der Finanzbehörde im Sommer sagte.

Die Visualisierung zeigt die geplante Bebauung des ehemalige Esso-Häuser-Areals und des künftigen Paloma-Viertels.
Die Visualisierung zeigt die geplante Bebauung des ehemalige Esso-Häuser-Areals und des künftigen Paloma-Viertels.  © Margit Czenki/2014 PlanBude /dpa

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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