Nach Hamburger Raubserie: Rentner-Bankräuber hat das letzte Wort

Hamburg – Er überfiel drei Banken und schoss einen Mann nieder! Im Hamburger Prozess gegen einen Bankräuber soll der 70-Jährige am Donnerstag um 9 Uhr die Gelegenheit zu einem letzten Wort haben.

Der 70-Jährige hat noch einmal das Wort vor dem Landgericht.
Der 70-Jährige hat noch einmal das Wort vor dem Landgericht.

Die Strafkammer am Landgericht geht davon aus, dass der Angeklagte dafür den gesamten Verhandlungstag in Anspruch nehmen wird.

Der geständige Räuber hat sich in dem seit gut zwei Monaten laufenden Prozess überwiegend selbst verteidigt. Die Vorsitzende Richterin schritt mehrfach gegen seine zahlreichen Wortmeldungen und Zwischenrufe ein.

Die Anklage gegen den zuletzt in Kiel wohnenden Deutschen lautet auf schweren Raub und versuchten Mord. Er hat zugegeben, zwischen Ende 2011 und Anfang 2019 drei Hamburger Sparkassenfilialen überfallen zu haben.

Bei einer der Taten schoss er auf einen Mitarbeiter und verletzte ihn schwer. Der 70-Jährige bestritt vor Gericht eine Tötungsabsicht. Bei seinen Überfällen hatte er rund 25.000 Euro erbeutet.

Der Staatsanwalt hat eine Haftstrafe von zwölf Jahren und zehn Monaten gefordert. Zudem beantragte er Sicherungsverwahrung für den mehrfach vorbestraften Senior. Der Verteidiger bestritt einen Tötungsvorsatz seines Mandanten.

Eine konkrete Strafforderung stellte er nicht. Das Urteil wird für den 9. September erwartet.

Der angeklagter Serienbankräuber (r) fiel durch seine skurrile Show vor Gericht auf.
Der angeklagter Serienbankräuber (r) fiel durch seine skurrile Show vor Gericht auf.  © dpa/Christiane Bosch

Titelfoto: dpa/Christiane Bosch

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