Sanierungsstau: Riesige Finanzspritze für Uni Hamburg

Hamburg - Ein ordentlicher Batzen Geld ist nötig, damit die Gebäude der Universität wieder wie neu funkeln und mit moderner Technik ausgestattet sind. 500 Millionen Euro kostet es, um in den kommenden Jahren alles auf den aktuellsten Stand zu bringen. Das teilte die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung am Mittwoch mit.

Nicht mehr alles auf dem neuesten Stand: Viele Gebäude der Universität sind sanierungsbedürftig.
Nicht mehr alles auf dem neuesten Stand: Viele Gebäude der Universität sind sanierungsbedürftig.  © DPA

Ziel des Gutachtens sei es, für alle Gebäude, die von der Universität genutzt werden und die im Besitz der Behörde sind, eine Einschätzung über den Sanierungs- und Modernisierungsbedarf sowie eine Kosteneinschätzung zu erhalten.

Die Universität ist in rund 170 Gebäuden und auf einer Fläche von rund 272.000 Quadratmeter untergebracht. In dem Gutachten wurden 93 Objekte untersucht. Gebäude, für die es bereits ein Modernisierungsplan gibt, wurden nicht berücksichtigt.

Was bei den Untersuchungen ans Tageslicht gekommen ist, sei sehr unterschiedlich: Von erst kürzlich sanierten Gebäuden, die den aktuellen Anforderungen entsprechen, bis hin zu Laboren, die nicht mehr zeitgemäß sind, ist alles dabei gewesen.

Für den Präsidenten der Universität, Pieter Lenzen, sind die Ergebnisse des Gutachtes jedoch alles andere als eine Überraschung: „Nun belegen Zahlen, was alle Mitglieder der Universität seit Langem wissen und jeden Tag spüren: Bei vielen Universitätsgebäuden besteht ein erheblicher Sanierungsbedarf! Schon damit Forschung, Studium, Arbeit und Alltag in angemessener Umgebung stattfinden können, bedarf es umfangreicher und zügiger Maßnahmen", wird er in der Mitteilung zitiert.

Darüber hinaus hoffe Lenzen, dass die Stadt den Instandsetzungsbedarf zur Kenntnis nehme und nicht im Sinne einer Minimallösung in die Bausubstanz der Universität investiere.


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