Mindestlohn von 12 Euro: Wird diese Großstadt bald zum Vorreiter?

Hamburg - Das Leben wird immer teurer. In Hamburg soll deshalb der Mindestlohn für Beschäftigte der Stadt und deren Tochterunternehmen spätestens im Jahr 2020 bei zwölf Euro liegen. Dafür machen sich SPD und Grüne stark.

Hamburg könnte beim Mindestlohn eine Vorreiterrolle einnehmen. (Symbolbild)
Hamburg könnte beim Mindestlohn eine Vorreiterrolle einnehmen. (Symbolbild)  © DPA

Dies berichtet der NDR. Es gehe um Respekt, Anerkennung und nicht zuletzt Wertschätzung der Arbeit, erklärte Wolfgang Rose, Koordinator für Gewerkschaftskontakte in der Fraktion der SPD.

"Das ist ein Zeichen gegen Niedriglöhne und gegen Altersarmut", unterstrich der 70-Jährige. Aktuell liegt der gesetzlich geltende Mindestlohn bei 8,84 Euro. Ein derartig niedriges Lohnniveau sorge jedoch dafür, dass vor allem im Alter viele Menschen auf die Unterstützung angewiesen sind.

Auch für aktuell Erwerbstätige reiche der Lohn laut der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der Grünen, Antje Möller, in einer Stadt wie Hamburg keinesfalls aus, um den Lebensunterhalt angemessen bestreiten zu können.

Ziel sei es darüber hinaus, dass auch private Anbieter dem Beispiel der Stadt folgen sollen.

Neu ist der Vorstoß zwar nicht, hatte ihn doch Hamburgers Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bereits angekündigt, allerdings wird er nun von Rot-Grün vehement vorangetrieben. Spätestens ab Anfang des Jahres 2020 soll der Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde in Kraft getreten sein. Er betrifft in der Hansestadt Tausende Menschen.

Die regierenden Parteien haben in der Bürgerschaft bereits einen entsprechenden Antrag eingebracht. Hamburg könnte damit deutschlandweit zum Vorreiter und Wegbereiter in Sachen Mindestlohn werden, sagte Möller.


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