Darf St. Pauli sein Anti-Fa-Duschgel weiter verkaufen?

Hamburg - Die Aufregung um das Anti-Fa-Duschgel von Fußball-Zweitligist FC St. Pauli war groß. Die AfD schäumte vor Wut, das Unternehmen Henkel mit seiner Marke "Fa" war auch nicht ganz glücklich (TAG24 berichtete).

Im Fanshop des Fußball-Zweitligisten waren die Produkte erhältlich.
Im Fanshop des Fußball-Zweitligisten waren die Produkte erhältlich.  © Screenshot/FC St. Pauli Fanshop

Es drohte ein Rechtsstreit zwischen den Kiezkickern und dem Düsseldorfer Konsumgüterriesen.

Doch nun gab es eine Einigung aller beteiligten Parteien, darunter auch die Drogeriemarktkette Budni, die das Anti-Fa-Sortiment in ihren Geschäften verkauft.

Ein Henkel-Sprecher erklärte dem Medienportal Horizont, dass man sich freue, gemeinsam "eine einvernehmliche Lösung gefunden zu haben".

Der Verein dürfe die Produkte weiter über seinen Online-Shop verkaufen, in den Budni-Filialien werde "nur sehr eingeschränkt vermarktet".

In den Regalen und auch im Internet sind das Duschgel, die Seife und die Creme schon fast vergriffen. Die Nachfrage war riesig.

"Bei uns ist es so, dass wir die Artikel verkaufen und das sehr erfolgreich", beschrieb Paulis Pressesprecher Christoph Pieper den Vorgang.

"Das Duschgel ist bereits ausverkauft und wir können auch nicht mehr nachordern. Wir gehen zudem davon aus, dass die Seife und die Creme ebenfalls Ende der Woche ausverkauft sein werden."

Über die Einigung mit Henkel und Budni zeigte sich der Zweitligist ebenfalls erfreut. Ein Rechtsstreit ist somit beiseite gelegt.

Das Düsseldorfer Unternehmen unterstrich aber noch einmal, dass "ein Verkauf von Körperpflege-Produkten, die sich in der Namensgebung eindeutig auf unsere seit Jahrzehnten erfolgreiche Körperpflege-Marke Fa beziehen, aus markenrechtlichen Gründen problematisch ist – unabhängig von einer Bewertung der politischen Absichten und Haltungen, die damit verbunden sind", erklärte der Henkel-Sprecher.

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