Mehr als 1500 demonstrieren für Flüchtlings-Rettung

Hamburg - Deutlich mehr als 1000 Menschen haben am Freitagabend in Hamburg-St. Pauli für die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer demonstriert.

Die Demonstration begann am Neuen Pferdemarkt.
Die Demonstration begann am Neuen Pferdemarkt.  © dpa/Axel Heimken

Die Polizei sprach von rund 1500 Teilnehmern, Beobachter schätzten die Zahl noch höher ein. Ursprünglich angemeldet waren rund 500 Demonstranten.

Die Demonstration war eine von zahlreichen Aktionen der Organisation "Seebrücke" in deutschen Städten.

Teilnehmer trugen orange Kleidung als Zeichen der Solidarität mit den Seenotrettern. Etliche trugen auch Rettungswesten.

Auf Plakaten wurde vor allem Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) angegangen. Unter anderem hieß es dort: "Seehofer sei kein Horst" oder "Seebrücke statt Seehofer".

Mehrere Mittelmeer-Anrainer hatten Rettungsschiffe zuletzt abgewiesen oder erst nach langen Auseinandersetzungen aufgenommen. Die internationale Bewegung "Seebrücke" entstand als Reaktion auf die Vorkommnisse um das Rettungsschiff "Lifeline".

Es trieb im Juni tagelang mit mehr als 200 aus Seenot geretteten Menschen im Mittelmeer, ohne eine Erlaubnis zum Anlegen zu bekommen (TAG24 berichtete).

Seit Jahresbeginn sollen bei der Flucht über das Mittelmeer so viele Menschen umgekommen sein wie seit Jahren nicht mehr.

Titelfoto: dpa/Axel Heimken


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