Sturmflut in Hamburg: Fischmarkt erneut unter Wasser

Hamburg – Hamburg hat am Montag erneut eine Sturmflut erlebt. Der St. Pauli Fischmarkt und ein Parkplatz an der Elbe in Neumühlen standen unter Wasser.

Der Hamburger Fischmarkt wurde erneut überschwemmt.
Der Hamburger Fischmarkt wurde erneut überschwemmt.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Anwohner wurden über Lautsprecherdurchsagen gewarnt. Der Scheitelpunkt lag gegen 10.24 Uhr bei 1,52 Meter über dem mittleren Hochwasser, wie es vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hieß.

Tief "Victoria" brachte Hamburg die sechste Sturmflut in diesem Monat. Nach Angaben des Wasserstandsvorhersagedienstes könnte es am Freitag eine weitere Sturmflut geben.

Anders als beim Hochwasser in der vergangenen Woche verkehrte die Hamburger S-Bahn planmäßig über die neue Station Elbbrücken. Der Damm an der S-Bahn-Unterführung Zweibrückenstraße sei provisorisch geschlossen worden, sagte ein Bahnsprecher. "Wir fahren und halten ganz normal."

In der vergangenen Woche war die Unterführung vollgelaufen, die Zugänge zur Station waren nicht mehr passierbar.

Sturmflut trifft auch Nordseeküste

Neuharlingersiel: Fahrgäste betreten die Fähre "Spiekeroog IV", die bei hohem Wasserstand im Hafen liegt.
Neuharlingersiel: Fahrgäste betreten die Fähre "Spiekeroog IV", die bei hohem Wasserstand im Hafen liegt.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Auch Schleswig-Holsteins Nordseeküste ist erneut von einer Sturmflut heimgesucht worden.

Der Hochwasserpegel am Eidersperrwerk stieg am Morgen 1,71 Meter über das mittlere Hochwasser (MHW), wie eine Sprecherin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie mitteilte.

In Husum waren es 1,69 Meter und in Dagebüll 1,64 Meter. In Büsum wurde eine Hochwassermarke von 1,46 Metern erreicht.

Von einer Sturmflut spricht man an der Nordseeküste, wenn die Pegelstände 1,50 bis 2,50 Meter über dem MHW liegen. Bei einer schweren Sturmflut wird das MHW um 2,50 bis 3,50 Meter überschritten.

Bei einer sehr schweren Sturmflut werden an der Nordsee mehr als 3,50 Meter über MHW erreicht.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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