Ausfälle und geänderte Fahrpläne: Problem-Strecke nach Sylt wird saniert

Sylt/Hamburg - Schon im Sommer vergangenen Jahres wurde es angekündigt, jetzt starten bald die ersten Bauarbeiten: Die Strecke Hamburg-Westerland soll saniert und modernisiert werden (TAG24 berichtete).

Ein Zug der DB Regio fährt über den Hindenburgdamm zwischen Sylt und Niebüll.
Ein Zug der DB Regio fährt über den Hindenburgdamm zwischen Sylt und Niebüll.  © DPA

Insgesamt 160 Millionen Euro will die Bahn dafür in den kommenden vier Jahren investieren. Dies bestätigte Michael Körber von der DB-Netz AG am Montag.

Damit sollen rund 200 Kilometer Gleise, mehr als 30 Weichen und drei Brücken erneuert werden.

Außerdem sollen Bahnübergänge und die Signaltechnik modernisiert werden. Ziel sei, die Grundsanierung bis 2022 abzuschließen und damit den Investitionsstau nachhaltig zu reduzieren, sagte Körber in Husum.

Die Arbeiten sollen am 30. März auf einem ersten Teilstück bei Bredstedt (Kreis Nordfriesland) beginnen.

Zeitgleich werden die alten Brücken Drelsdorfer Straße in Bredstedt sowie Maadeweg und Kirchenstraße in Breklum, die alle um die hundert Jahre alt sind erneuert, da das Ende der technischen Nutzungsdauer erreicht war.

Der Einschub der drei Brücken erfolgt während einer Vollsperrung der Strecke vom 5. April, 0 Uhr bis 8. April, 4 Uhr. Der Abschluss aller Brückenbauarbeiten ist für den Sommer geplant.

Für den Nahverkehr bedeutet das veränderte Fahrzeiten und Ausfälle: Die meisten Züge fahren vom 30. März (abends) bis 7. April etwa 30 Minuten früher in Westerland (Sylt) ab. Vom 5. bis 7. April fallen die Züge zwischen Niebüll und Bredstedt bzw. Husum aus.

Ersatzweise fahren Busse. Die IC-Züge beginnen und enden zudem in Hamburg-Altona.

Christopher Ströh von der DB Regio betonte, die Sanierung und Modernisierung der Strecke sei auf vier Jahre angelegt, um den Zugverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen. "Für Urlauber und Sylt-Pendler sollen die Einschränkungen so gering wie möglich ausfallen."

Daher seien die Maßnahmen unter anderem mit der Pendler-Initiative Sylt abgesprochen und die Schulferien von sechs Bundesländern berücksichtigt worden.

Zuvor hatte die Strecke Hamburg-Westerland immer wieder wegen Zugausfällen und Verspätungen für Ärger gesorgt (TAG24 berichtete).

Kernprobleme waren nach Ansicht von Kritikern fehlende Investitionen unter anderem in die Schienen. Jetzt soll die Marschbahn wieder fit gemacht werden.

Eine Infotafel zeigt am Bahnhof Altona Züge mit dem Fahrziel Westerland (Sylt) an.
Eine Infotafel zeigt am Bahnhof Altona Züge mit dem Fahrziel Westerland (Sylt) an.  © DPA

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