Terror-Prozess: Iraker wollen blutige Anschlagspläne gestehen

Hamburg – Im Prozess gegen drei terrorverdächtige Iraker haben sich das Gericht, die Bundesanwaltschaft und die Angeklagten am Dienstag in Hamburg auf einen Strafrahmen verständigt.

Einer der Terror-Verdächtigen wird aus einem Helikopter geführt.
Einer der Terror-Verdächtigen wird aus einem Helikopter geführt.  © dpa/Fabian Sommer

Danach erwartet die beiden 23-jährigen Hauptangeklagten eine Haftstrafe zwischen vier Jahren, drei Monaten und fünf Jahren.

Der dritte Angeklagte, der wegen Beihilfe vor Gericht steht, muss mit einer Strafe zwischen einem Jahr, neun Monaten und zwei Jahren rechnen, die jeweils zur Bewährung ausgesetzt werden könnten.

Im Gegenzug haben die Angeklagten und ihre Verteidiger umfassende Geständnisse angekündigt.

Ein solcher Deal ist in der Strafprozessordnung geregelt. Er dient dazu, lange Verfahren zu verkürzen, die Prozesse effizienter zu gestalten und die Täter zügig ihrer Strafe zuzuführen. Im Gegenzug können die Strafen etwas milder ausfallen.

Für den Prozess sind bislang neun weitere Verhandlungstage bis zum 6. Dezember terminiert. Sie werden nun vermutlich nicht alle benötigt.

Den beiden jüngeren Angeklagten wird vorgeworfen, in Schleswig-Holstein einen islamistisch motivierten Sprengstoffanschlag vorbereitet zu haben. Der dritte Angeklagte soll sie bei der letztlich erfolglosen Suche nach einer Waffe unterstützt haben.

Einsatzkräfte der Polizei stehen vor einem Haus, in dem die Männer festgenommen wurden.
Einsatzkräfte der Polizei stehen vor einem Haus, in dem die Männer festgenommen wurden.  © dpa/Bodo Marks

Titelfoto: dpa/Fabian Sommer

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