Wer hat Kira das angetan? Hündin wird total abgemagert in Ikea-Tasche ausgesetzt

Hamburg - Es ist ein fürchterlicher Anblick! In einer Ikea-Tüte ausgesetzt, finden die Mitarbeiter eines Hamburger Tierheims Mitte Dezember eine bis auf die Knochen abgemagert Hündin vor ihrer Tür, eingewickelt in Decken und Handtüchern.

Kira wurde Mitte Dezember vor dem Tierheim ausgesetzt.
Kira wurde Mitte Dezember vor dem Tierheim ausgesetzt.  © Tierschutzverein Hamburg

Vom Halter keine Spur. Nun bittet der Hamburger Tierschutzverein um Hilfe bei der Suche nach dem Besitzer, der das Tier so leiden ließ.

Viel ist den Mitarbeitern nicht bekannt. Sie wissen nur, dass die knapp sechsjährige Boxermischlings-Hündin Kira heißt. Mehr stand nicht auf einem beigelegten Zettel.

Bei ihrer Ankunft wog die Arme nur noch 18,3 Kilo, normal wären 25 Kilo. Aus ihrem abgemagerten Körper treten sämtliche Rippen hervor.

Sofort wird die Hündin in einer Tierklinik gebracht. Dort folgt die Diagnose: Kira leidet an einer unbehandelten Lebensmittelunverträglichkeit, die zu einer chronischen Darmerkrankung führte.

Über den Chip im Ohr versucht der Tierschutzverein den Halten zu finden. Erfolg haben sie dabei nicht.

Unter der Anschrift finden sie keinen entsprechenden Namen auf einem Klingelschild. Nachbarn geben allerdings einen Hinweis.

Die Hündin war bei ihrer Ankunft total abgemagert.
Die Hündin war bei ihrer Ankunft total abgemagert.  © Tierschutzverein Hamburg

Die vermeintliche Halterin wird gefunden, doch die gibt an, das Tier 2015 verkauft zu haben. Hier verliert sich die Spur.

Der Tierschutzverein sucht daher händeringend nach Hinweisen auf den Halter, der Kira zwischen 3 Uhr und 3.30 Uhr am 12. Dezember 2018 vor dem Tierheim in der Süderstraße ausgesetzt hat.

Zeugen können sich bei der Tierschutzhaltung unter 040-21110625 oder per Mail am tierschutzberatung@hamburger-tierschutzverein.de melden. Für Hinweise bei der Ermittlung der Halter gibt es 500 Euro Belohnung.

Mit dem Aussetzen der Hündin hat sich die Person strafbar gemacht. Es stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetzt dar, es wird mit einem Bußgeld bis zu 25.000 Euro.

Der Fall von Kira stellt sogar eine Straftat nach §17 des Tierschutzgesetzes Absatz 2 dar, bei dem der Halter billigend den Tod des Tieres in Kauf nahm. Hier droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

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