Wieder zwei tote Pferde bei Derby-Woche: PETA schlägt Alarm!

Hamburg – Weil während die Hamburger Derby-Woche erneut vom Tod zweier Pferde überschattet wird, will die Tierrechtsorganisation PETA noch diese Woche den Veranstalter und mehrere Jockeys anzeigen.

Vor allem das umstrittene Seejagdrennen verlangt den Tieren einiges ab.
Vor allem das umstrittene Seejagdrennen verlangt den Tieren einiges ab.  © DPA

Beide Tiere mussten nach Unfällen bzw. Stürzen eingeschläfert werden. Die Derby-Woche wird vom Hamburger Renn-Club veranstaltet.

"Gefährliche Knochenbrüche bei Pferderennen sind keine Seltenheit, weil die Tiere oftmals viel zu früh zur Teilnahme an den tierschutzwidrigen Veranstaltungen gezwungen werden", sagte Jana Hoger, Fachreferentin bei PETA.

"Der grausame Tod zweier Pferde auf der Hamburger Rennbahn wird für die Veranstalter ein Nachspiel haben. Rechtliche Schritte sind hier unabdingbar." Nach Erhebungen von PETA sind seit 2015 bei Galopprennen in Deutschland mindestens 41 Pferde getötet worden.

Am letzten Tag der Derby-Woche hatten rund 30 Tierschützer vor der Horner Rennbahn protestiert. "Das Sterben der Pferde kann nicht mehr toleriert werden. Wir fordern den Hamburger Renn-Club e.V. auf, zumindest auf das besonders gefährliche Hindernisrennen ab sofort zu verzichten", hieß es in der Erklärung.

Gemeint ist damit das 3.600 Meter lange Seejagdrennen, bei dem der Wallach "Captain Von Trappe" in eine Absperrung krachte und sich das Genick brach (TAG24 berichtete). Auch im vergangenen Jahr hatten sich die beiden Stuten "Tabanike" und "Molly Moon" ein Bein gebrochen und mussten noch auf der Rennbahn eingeschläfert werden (TAG24 berichtete).

Zahlreiche Jockeys gehen jedes Jahr auf der Horner Rennbahn an den Start.
Zahlreiche Jockeys gehen jedes Jahr auf der Horner Rennbahn an den Start.  © DPA

Titelfoto: DPA

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