Aussage teilweise verweigert: DFB zieht Stieler aus dem Verkehr

Hamburg - Während der HSV in der Fußball-Bundesliga im Kampf um den Klassenerhalt noch mindestens zwei Spiele vor der Brust hat, ist die Saison für einen anderen Hamburger beendet. Tobias Stieler kein Spiel mehr pfeifen.

Tobias Stieler (r.) wird in dieser Saison nicht mehr in der Bundesliga pfeifen.
Tobias Stieler (r.) wird in dieser Saison nicht mehr in der Bundesliga pfeifen.  © DPA

Als Folge des Falls Nils Petersen mit einem nachträglich annullierten Platzverweis wird der Unparteiische aus Hamburg in dieser Bundesliga-Saison offiziell nicht mehr auf dem Platz stehen.

"Es ist korrekt, dass er bis zum Saisonende von der Schiedsrichter-Kommission des DFB nicht mehr angesetzt wird", sagte ein Sprecher des Deutschen Fußball-Bundes dem Kicker.

Während der Partie zwischen dem FC Schalke 04 und dem SC Freiburg (2:0) am 31. März hatte Stieler dem Freiburger Stürmer in der zweiten Halbzeit zunächst die Gelbe (64.) und nur drei Minuten später die Gelb-Rote Karte gezeigt (67.).

Das Bundesgericht des DFB annullierte jedoch später die erste Gelbe Karte und damit auch den Platzverweis, weil diese Verwarnung "nicht ordnungsgemäß" ausgesprochen worden sei, wie es in dem Urteil heißt.

Petersen hatte die Gelbe Karte nicht gesehen, weil er dem Referee aus der Hansestadt in diesem Moment den Rücken zugekehrt hatte.

Dass Stieler in dieser Saison kein Spiel mehr pfeifen darf, hat aber nichts mit seinem Verhalten während des Spiels, sondern während der Sportgerichtsverhandlung zu tun. Dort verweigerte der 36 Jahre alte Unparteiische aus Norddeutschland die Aussage.


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