Bruder erstochen und Mutter verletzt: Urteil gegen Täter (45) gefallen

Hamburg – Wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht Hamburg einen 45-Jährigen in die Psychiatrie eingewiesen.

Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab.
Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab.  © HamburgNews/Christoph Seemann

Der Türke hatte am 2. September vergangenen Jahres in einer Wohnung im Stadtteil Altona-Nord seinen ein Jahr jüngeren Bruder und seine Mutter mit einem Messer angegriffen (TAG24 berichtete).

Der 44-Jährige starb. Die damals 68 Jahre alte Mutter erlitt eine lebensbedrohliche Lungenverletzung, überlebte aber dank intensivmedizinischer Behandlung.

Der Angeklagte sei bei der Tat schuldunfähig gewesen, stellte das Gericht am Freitag fest. Die Strafkammer ordnete die Unterbringung des 45-Jährigen in einer psychiatrischen Klinik an, wie ein Gerichtssprecher am Montag weiter mitteilte.

Bei seiner Festnahme vor dem Haus hatte der Täter noch das Messer in der Hand gehabt und erheblichen Widerstand geleistet, wie die Polizei damals berichtete.

Die Beamten hätten Pfefferspray eingesetzt. Rettungskräfte hatten vergeblich versucht, den 44-Jährigen zu reanimieren. Nach der Tat war der 45-Jährige bereits vorläufig in eine Klinik eingewiesen worden.

Nach früheren Angaben des Gerichts hatte der Mann schon mehrere Jahre im Maßregelvollzug verbracht. Er war 2002 eingewiesen worden, nachdem er im Zustand der Schuldunfähigkeit einen versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung begangen hatte.

Das Hamburger Landgericht hat den 45-Jährigen in die Psychiatrie eingewiesen.
Das Hamburger Landgericht hat den 45-Jährigen in die Psychiatrie eingewiesen.  © Daniel Bockwoldt/dpa

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