Weil er sie bedrohte: Frau (27) soll ihren Freund erstochen haben

Hamburg - Wegen Totschlags muss sich ab Montag eine 27 Jahre alte Frau vor dem Landgericht Hamburg verantworten.

Die Polizei nahm die Frau noch in der Nacht mit aufs Revier.
Die Polizei nahm die Frau noch in der Nacht mit aufs Revier.  © Blaulicht-News.de (Archivbild)

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, soll die Angeklagte am 22. November vergangenen Jahres im Stadtteil Wilstorf auf den Oberkörper eines Mannes eingestochen haben (TAG24 berichtete).

Er verblutete kurze Zeit später. Die beiden sollen sich zuvor in der Wohnung des Mannes gestritten haben.

Ein Sprecher der Polizei hatte am Tag nach der Tat berichtet, der 46-Jährige habe seine Partnerin bei dem Streit kurz nach Mitternacht mit einer Schere bedroht.

Die Deutsche habe ihren Lebensgefährten daraufhin mit einem Messer verletzt. Sie führten die Frau noch in der Nacht im Schlafanzug ab und nahmen sie mit aufs Revier. Der 46-Jährige starb noch während des Notarzt-Einsatzes.

Was sich genau in der Nacht im November zwischen den beiden abgespielt hat, soll nun vor Gericht geklärt werden.

Ein Justizbeamter der Stadt Hamburg steht in einem Gerichtssaal. (Symbolbild)
Ein Justizbeamter der Stadt Hamburg steht in einem Gerichtssaal. (Symbolbild)  © DPA

Update, 11.24 Uhr

Beim Prozessauftakt hat die Angeklagte die Vorwürfe bestritten. Der Vorwurf des Totschlags sei unbegründet, sagte die Verteidigerin der 27-Jährigen am Montag. Die Beweisaufnahme werde ergeben, dass es nicht eine vorsätzliche Tötung, sondern ein tragischer Unfall gewesen sei.

Am späten Abend des 22. November 2018 sei es in der Wohnung des Mannes zum Streit gekommen. Er habe sie geschubst und eine Schere ergriffen. Im Wohnzimmer habe sie ein Messer genommen und es sich zum Schutz vor die Brust gehalten. Dann sei er durch die Tür gestürmt und in das Messer gestürzt, erklärte die Verteidigerin im Namen ihrer Mandantin.

Der Anklage zufolge soll die Angeklagte aber mit einem Küchenmesser auf den Oberkörper des 46-Jährigen eingestochen haben.

Mit der 8,5 Zentimeter langen Klinge habe sie das Herz und die Lunge so schwer verletzt, dass er wenige Minuten später verblutete.

Titelfoto: Blaulicht-News.de (Archivbild)

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