Große Wumme, miese Quote: "Tschiller - Off Duty" fällt auch im TV durch

Hamburg - Dass der Til-Schweiger-"Tatort - Tschiller - Off Duty" 2016 mit nur knapp 260.000 Kino-Besuchern floppte, geschah absolut zu recht!

Wäre wohl gerne wie Bruce Willis Nick Tschiller (Til Schweiger) in einer Szene des "Tatort - Tschiller - Off Duty".
Wäre wohl gerne wie Bruce Willis Nick Tschiller (Til Schweiger) in einer Szene des "Tatort - Tschiller - Off Duty".  © Nik Konietzy/NDR/Warner Bros./ARD/dpa

Denn neben der schlechten schauspielerischen Leistung von Til Schweiger ist die noch größere Frechheit, dass das Machwerk mit Mitteln des Rundfunkbeitrages finanziert wurde! Und dann trotzdem noch 15 Euro an der Kinokasse bezahlen?! Nö!

Der Film wurde nun - mitten im Sommerloch (TAG24 berichtete) als TV-Premiere am Sonntagabend in der ARD gezeigt. Schweiger spielt den LKA-Ermittler Niklas "Nick" Tschiller, der seine entführte Tochter Lenny (Luna Schweiger) actionreich und mit extra großer Wumme befreien muss.

Über die Wertung der Quoten herrscht einen Tag später Uneinigkeit. Während die einen die 5,34 Millionen (normalerweise hat ein Sonntags-"Tatort" zwischen acht und zehn Millionen) schönreden, wissen es die anderen besser. Mit 18,6 Prozent wurde man zu der Sendezeit zwar Marktführer, für einen Sonntagskrimi lief das aber trotzdem schlecht. Fakt ist also: Schweigers Kino-"Tatort" war auch im TV kein Hit.

Dementsprechend ließen die User auch in den sozialen Medien mit ihren Kommentaren nicht lange auf sich warten, um den "Tatort" auseinander zu nehmen. Da heißt es zum Beispiel: "So ein Müll....und dazu die unsäglich schlechte Sprache. Wir haben umgeschaltet". Oder "Das Drehbuch war offensichtlich ein Malbuch."

Manche beschweren sich auch über die "Kungelei", dass Schweiger seinen Tatort mit Freunden und Familie besetzt und das Ganze dann auch noch "von #GEZ-Gebühren finanziert wurde".

Angeblich sollen im nächsten Jahr die Dreharbeiten zu Til Schweigers nächstem "Tatort" anfangen.
Angeblich sollen im nächsten Jahr die Dreharbeiten zu Til Schweigers nächstem "Tatort" anfangen.  © Sven Hoppe/dpa

Schweiger hatte vor der Ausstrahlung den Sendeplatz des Films kritisiert. Er und sein "Tatort"-Kollege Fahri Yardim (spielt Kriminalhauptkommissar Yalcin Gümer) hatten sich in einem Werbetrailer für den Kino-"Tatort" an einem fußballfreien Sonntagabend lustig gemacht. In dem kurzen Einspieler sitzen beide vor dem Fernseher. Yardim tut ganz entsetzt: "Foul, Foul, er haut ihm ins Gesicht, da muss es Rot geben - guck dir den Schauspieler an, wie der hinfällt!"

Schweiger entgegenet: "Du weißt schon, Fahri, dass das unser Kino-"Tatort" ist und kein Fußballspiel..." Yardim: "...den sie schön im Sommerloch versenken!" Übrigens ist Fahri Yardim nun wirklich der einzige Grund, diesen "Tatort" zu schauen.

Voraussichtlich 2019 sollen die Dreharbeiten zu einem neuen Schweiger-"Tatort" beginnen - und noch weitere Folgen sind möglich. Gebührenfinanziert, versteht sich. Für alle, die den Schweiger-"Tatort" am Sonntag verpasst haben, >>> hier gibt es ihn in der Mediathek.

Titelfoto: Nik Konietzy/NDR/Warner Bros./ARD/dpa, Jens Büttn


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