"Höhle der Löwen"-Investor Maschmeyer im TAG24-Interview: "Das waren meine größten Deals!"

Hamburg - Es geht wieder los! Am 2. September startet die Vox-Erfolgssendung "Die Höhle der Löwen" in ihre sechste Staffel. Zahlreiche Start-Ups versuchen die Investoren von ihrer Idee zu überzeugen. Zum vierten Mal ist Carsten Maschmeyer dabei. TAG24 hat im Vorfeld mit dem Multi-Millionär gesprochen.

Carsten Maschmeyer hört sich gespannt die Präsentation eines Produktes an.
Carsten Maschmeyer hört sich gespannt die Präsentation eines Produktes an.  © TVNOW / Bernd-Michael Maurer

TAG24: Herr Maschmeyer, freuen Sie sich, dass es wieder losgeht und die Staffel endlich ausgestrahlt wird?

Maschmeyer: "Ja, sehr. Der letzte Drehtag war Anfang Mai und jetzt, vier Monate später, sehen wir endlich die fertig geschnittenen Folgen. Ich freue mich für die Gründer, die einen Deal gemacht haben. Das muss ja bis zur Ausstrahlung alles geheim bleiben und nichts darf an die Öffentlichkeit geraten."

TAG24: Mit Nils Glagau ist in dieser Staffel ein neuer Löwe dabei. Auf was dürfen sich die Zuschauer bei ihm freuen?

Maschmeyer: "Er ist ein spannender Mensch mit einem beeindruckenden Lebenslauf. Zudem hat er sich als verlässlicher Partner gezeigt. Sein Spezialbereich sind die Nahrungsergänzungsmittel, dadurch gibt es neue Konstellationen für Co-Deals."

TAG24: Sie sind nun das vierte Mal als Löwe dabei. Hatten Sie die Sendung auch schon vor ihrem Einstieg in der dritten Staffel verfolgt?

Maschmeyer: "Nur selten. Damals war die Sendung auch noch nicht so bekannt. Zudem hatte ich als Start-Up-Investor ja schon vorher investiert."

Medizin-Sektor reizt Maschmeyer

Carsten Maschmeyer ist zum vierten Mal bei "Die Höhle der Löwen" dabei.
Carsten Maschmeyer ist zum vierten Mal bei "Die Höhle der Löwen" dabei.  © Christian Charisius/dpa

TAG24: Wenn Sie auf die vergangenen Staffeln zurückblicken, was waren Ihre größten Deals?

Maschmeyer: "Da gibt es zwei Deals. Zum einen war das SmartSleep mit 1,5 Millionen Euro gemeinsam mit Ralf Dümmel, zum anderen Finanzguru, nämlich einer Million Euro Investition."

TAG24: Gibt es einen Sektor, in den Sie besonders gerne investieren?

Maschmeyer: "Die Medizin reizt mich. Das habe ich ja auch studiert. Den Beauty-Sektor überlasse ich hingegen lieber den Damen, die haben dort mehr unternehmerische Branchenerfahrung."

TAG24: Haben Sie es schon einmal bereut, ein Angebot nicht abgegeben zu haben?

Maschmeyer: "Ja, den Fall gab es. Die Marktgröße war bei dem Produkt sehr klein, davon habe ich mich abschrecken lassen."

TAG24: Die Zuschauer sehen im Fernsehen nur ein Bruchteil der Verhandlungen. Was passiert genau in der Zeit, die niemand sieht?

Maschmeyer: "Wenn ein Angebot gemacht wird, dauert ein Pitch im Durchschnitt rund 60 Minuten. Der Rekord liegt allerdings bei einer Stunde und 40 Minuten. Es gibt gewisse Fragen, die müssen an jeden Gründer gestellt werden. Die will der Zuschauer aber nicht jedes Mal aufs Neue hören. Er würde es irgendwann, wenn es sich zu oft wiederholt, nicht mehr so spannend finden."

Maschmeyer achtet auf die menschliche Komponente

Als studierter Mediziner investiert Maschmeyer gerne in diesen Sektor.
Als studierter Mediziner investiert Maschmeyer gerne in diesen Sektor.  © Caroline Seidel/dpa

TAG24: Ab und an geben die Löwen auch gemeinsam ein Angebot ab. Wie funktioniert das?

Maschmeyer: "Mit den Co-Löwen herrscht schnell Einigkeit. Dadurch wird das Ringen um Prozente bei einem Duo oder Trio aber schwieriger. Hinterher hat das große Vorteile: Die Investoren haben unterschiedliche Stärken, die sie einbringen. Allerdings wird die Abstimmung untereinander komplizierter, weil mehr Leute eingebunden sind."

TAG24: Wie muss ein Start-Up Sie mit ihrem Produkt überzeugen?

Maschmeyer: "In erster Linie muss das Produkt das Leben der Nutzer und Käufer einfacher und besser machen. Zudem stellt sich die Frage, ob es auch hält, was es verspricht. Bei den Gründern achte ich darauf, ob sie offen für Ratschläge sind. Und die menschliche Beziehung ist mir sehr wichtig."

TAG24: Was ist für Sie ein No-Go?

Maschmeyer: "Da gibt es zwei Dinge. Arroganz ist immer schlecht, sie überspielt eine gewisse Unsicherheit. Und völlig überzogene Bewertungen. Wenn die Gründer für ihre Anteile viel zu viel Geld verlangen, obwohl das Produkt noch gar nicht fertig entwickelt ist."

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