Hamburgs einziger Weinberg abgerodet: Bürger nehmen Reben mit nach Hause

Hamburg - Die Schlange war lang. Bereits weit vor Beginn der Rodung des einzigen Weinberges in Hamburg versammelten sich die Bürger.

Die Reben wurden aus dem Boden herausgezogen.
Die Reben wurden aus dem Boden herausgezogen.  © René Schröder

Zahlreiche Hamburger kamen bei strahlendem Sonnenschein zum Weinberg am Stintfang.

Im Zuge der Rodung des Weinbergs wurde ab 12 Uhr das Holz der alten Reben an Interessierte verschenkt.

Bereits eine Stunde zuvor bildete sich eine Schlange auf der Plattform vor dem Weinberg. Die Rebstöcke wurden abgeschnitten und an die Menge verteilt.

Zuvor versuchten schon einige Hamburger in den frühen Morgenstunden ihr Glück vor allen anderen. Doch Passanten informierten die Polizei, die die "Weindiebe" verscheuchte.

Der 1995 angelegte Weinberg müsse wegen des Umbaus der U-Bahn-Station Landungsbrücken weichen, teilte die Bürgerschaft als Eigentümerin mit.

Der aus den Trauben gewonnene "Stintfang Cuvée" wurde als besonderes Präsent an ausgewählte Gäste der Stadt verschenkt. Am Ende standen an dem Hang oberhalb der St.-Pauli-Landungsbrücken 100 Rebstöcke.

Die Bauarbeiten für die U-Bahn sollen Ende 2021 abgeschlossen sein. Ab dann ist nach Angaben der Bürgerschaft eine Neubepflanzung frühestens wieder möglich.

Die Menschen standen bei herrlichem Sonnenschein Schlange, um eine der begehrten Reben abzustauben.
Die Menschen standen bei herrlichem Sonnenschein Schlange, um eine der begehrten Reben abzustauben.  © René Schröder

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