Schon wieder! Weltkriegsbombe im Hamburger Hafen gefunden

Hamburg – Vier Tage nach der Entschärfung eines Blindgängers auf einem Raffineriegelände in Hamburg-Wilhelmsburg (TAG24 berichtete) ist dort am Montag eine weitere Weltkriegsbombe entdeckt worden.

Eine Weltkriegsbombe liegt in einer Baustelle. (Archivbild)
Eine Weltkriegsbombe liegt in einer Baustelle. (Archivbild)  © Fredrik von Erichsen/dpa

Wie ein Feuerwehrsprecher sagte, handelt es sich erneut um eine 500-Pfund-Fliegerbombe mit zwei Aufschlagzündern.

Sie sei bei einer gezielten Suche im selben Sondierungsfeld wie die erste gefunden worden und sollte voraussichtlich noch im Laufe des Tages entschärft werden.

"Bis auf wenige Kleinigkeiten wird das nach demselben Prozedere ablaufen wie vergangene Woche", sagte der Sprecher.

Am vergangenen Donnerstag waren ein Sperrradius von 300 Metern rund um den Fundort eingerichtet und zwei in der Nähe liegende Betriebe evakuiert worden. Anwohner mussten jedoch nicht in Sicherheit gebracht werden.

Zeitweise wurde der Schiffsverkehr auf der Süderelbe sowie die Hafenbahn eingestellt.

Vergangene Woche war eine Bombe auf dem Gelände der Shell gefunden worden.
Vergangene Woche war eine Bombe auf dem Gelände der Shell gefunden worden.  © Hamburg News

Update, 17.47 Uhr: Bombe ist entschärft

Wie ein Feuerwehrsprecher sagte, wurde die amerikanische 500-Pfund-Fliegerbombe um 17.17 Uhr entschärft. Zwischenfälle habe es nicht gegeben.

Alle Sicherheitsmaßnahmen seien im Anschluss sofort aufgehoben worden.

Die Bombe war am Mittag wie die erste bei einer gezielten Suche im selben Sondierungsfeld in rund drei Metern Tiefe gefunden worden. Auch sie verfügte über zwei Aufschlagzünder.

Bevor der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung beginnen konnte, mussten die Mitarbeiter zweier Raffineriebetriebe den Gefahrenbereich verlassen. Während der Entschärfung wurden auch der Schiffsverkehr auf der Süderelbe und die Hafenbahn eingestellt.

Auf dem Baufeld war gezielt nach den Weltkriegs-Blindgängern gesucht worden, nachdem die Auswertung von Luftbildern entsprechende Hinweise erbracht hatte.

Weitere Bomben würde dort nun aber nicht mehr vermutet, sagte der Sprecher.

Titelfoto: Fredrik von Erichsen/dpa

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