Grausame Tierquälerei! Ermittlungen gegen Todeslabor laufen auf Hochtouren

Mienenbüttel/Stade – Nach den Vorwürfen der Misshandlung von Versuchstieren im sogenannten "Todeslabor" nahe Hamburg hat die zuständige Staatsanwaltschaft Stade die Ermittlungen aufgenommen.

Ein Hund verendet qualvoll nach einem Versuch im LPT.
Ein Hund verendet qualvoll nach einem Versuch im LPT.  © Soko Tierschutz e.V.

Das bestätigte ein Sprecher am Freitag. Die Dauer der Ermittlungen sei jedoch schwer abzuschätzen. "Das ist ja ein Fall, der nicht alltäglich ist", sagte Sprecher Johannes Kiers.

Tierschützer prangern an, dass in einem Labor der Firma LPT in Mienenbüttel im Kreis Harburg Hunde und Affen bei Versuchen gesetzwidrig misshandelt werden (TAG24 berichtete).

Völlig abgeschottet führt das Institut Giftigkeitsversuche an den Tieren durch. Einblicke bekommt fast niemand, sogar dem Bürgermeister wurde der Zutritt zu dem LPT verwehrt, heißt es von der Soko Tierschutz.

Ein Aktivist hatte sich dort von Dezember 2018 bis März 2019 als Mitarbeiter eingeschlichen. Dabei dokumentierte er, wie grausam die Versuchstiere in dem Labor misshandelt werden.

Die Anzeigen in Stade stammen unter anderem von der Organisation Soko Tierschutz, dem Landkreis Harburg und vom niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz (Laves).

Das LPT bricht sein Schweigen

Der Schriftzug "Mörder" steht an einer Mauer des Geländes der Firma LPT in Hamburg-Neugraben.
Der Schriftzug "Mörder" steht an einer Mauer des Geländes der Firma LPT in Hamburg-Neugraben.  © dpa/Bodo Marks

Erstmals reagierte das angegriffene Unternehmen Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Bei der aktuellen Untersuchung kooperieren wir vollumfänglich mit den Behörden", teilte die Firma in Hamburg-Neugraben mit. Weiter wolle man sich zu den Untersuchungen nicht äußern.

Zu den Versuchen hieß es, man führe im Zuge der Arzneimittelzulassung Auftragsstudien für Kunden durch. "Dabei handelt es sich um präklinische Prüfungen einer Substanz auf Toxizität, bevor diese in die klinische Prüfung geht, das heißt am Menschen getestet wird."

Für Samstag haben Tierschützer zu einer Demonstration am Firmensitz aufgerufen. Sie fordern seit Jahren, den Betrieb stillzulegen.

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