Horrorfund nach Wohnungsbrand: Feuerwehr entdeckt Leiche

Hamburg - Die Hamburger Feuerwehr hatte von Mittwochnachmittag bis in die Nacht zum Donnerstag einiges zu tun: Gleich mehrere große Einsätze hielten die Einsatzkräfte in Atem.

Mehrere Brände haben die Feuerwehren in Hamburg in der Nacht in Atem gehalten.
Mehrere Brände haben die Feuerwehren in Hamburg in der Nacht in Atem gehalten.  © Lars Ebner

In der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg gingen mehrere dringende Notrufe ein, wie die Feuerwehr TAG24 auf Nachfrage bestätigte.

Zunächst brannte es am Mittwochnachmittag in der Hoheschulstrasse in Altona-Altstadt.

Hier stand eine Wohnung in einem viergeschossigen Mehrfamilienhaus in Flammen.

Während Löscharbeiten entdeckte ein Trupp der Feuerwehr in der brennenden Wohnung eine 66 Jahre alte, weibliche Leiche in einem Pflegebett.

Es besteht den Angaben der Polizei zufolge kein Zweifel daran, dass es sich bei der Toten um die Bewohnerin der Wohnung handelt.

Die Polizei ermittelt nun zur Brandursache, wobei insbesondere geprüft werden soll, ob das Feuer durch Unachtsamkeit beim Rauchen vielleicht sogar von der Frau selbst verursacht wurde.

Das Feuer konnte den Angaben der Einsatzkräfte zufolge schnell gelöscht werden.

Weitere Personen wurden bei dem Feuer glücklicherweise nicht verletzt – auch aufgrund der funktionierenden Rauchmelder.

Flammen schlagen aus Fenstern eines Fabrikgebäudes

Zu gleich fünf großen Einsätzen mussten die Beamten der Hamburger Feuerwehren in nur einer Nacht ausrücken!
Zu gleich fünf großen Einsätzen mussten die Beamten der Hamburger Feuerwehren in nur einer Nacht ausrücken!  © DPA

In Harburg schlugen gegen 21.54 Uhr mehrerer Anwohner in der Neuländer Straße Alarm. Aus der ehemaligen "Phoenix-Fabrik" steigen große Rauchschwaden auf.

"Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass das Feuer bereits aus mehreren Fenstern schlug und leiteten sofort die Brandbekämpfung mit zwei Trupps (…)und von außen über eine Drehleiter ein", teilt Sprecher Torsten Wesselly von der Feuerwehr Hamburg mit.

Insgesamt waren dem Sprecher zufolge hier rund 45 Einsatzkräfte vor im Einsatz.

Doch auch dieser Brand in dem leerstehenden Fabrikkomplex konnte schnell gelöscht werden. Hier waren alte Matratzen und Unrat in Brand geraten.

Personen wurden bei dem Feuer nicht verletzt. Es wurden auch keine Obdachlosen angetroffen, die hier wohl manchmal hausten.

Feuer in der Schokoladenfabrik

Großer Feuerwehreinsatz auf dem Fabrikgelände von Nestlé in Hamburg: Schokoladenreste waren hier in Brand geraten.
Großer Feuerwehreinsatz auf dem Fabrikgelände von Nestlé in Hamburg: Schokoladenreste waren hier in Brand geraten.  © Lars Ebner

Kurz nach 22 Uhr geht es dann mit einem Großeinsatz in der Straße Am Neumarkt in Wandsbek weiter.

Hier brannte die Schokoladenfabrik der Firma Nestlé.

Betriebsangehörige hatten die Feuerwehr alarmiert, weil "in einer Befeuerungsanlage Kakaoreste in Brand geraten waren", hieß es vonseiten der eingesetzten Rettungskräfte.

Hier mussten mehrere Berufs- und freiwillige Feuerwehren sowie der Umweltdienst ausrücken. Die Anlage konnte durch die Einsatzkräfte von außen abgekühlt und der Brand schließlich abgelöscht werden.

Auch hier waren insgesamt fast 40 Einsatzkräfte im Großeinsatz vor Ort, um dem Feuer Herr zu werden.

Der Brand musste dabei auch über mehrere Drehleitern gelöscht werden.

Swingerclub in Barmbek wegen "Massenanfall" evakuiert

"Die frivole Nightclub-Bar" mit dem Namen "Eys" in Barmbek musste in der Nacht evakuiert werden.
"Die frivole Nightclub-Bar" mit dem Namen "Eys" in Barmbek musste in der Nacht evakuiert werden.  © DPA

Im Stadtteil Barmbek-Nord hat es am späten Mittwochabend dann noch einen Brand in einem Nachtclub gegeben.

Hier hatte ein Kabelbrand für den Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt, da ersten Informationen zufolge vermutet wurde, die Gäste könnten sich eventuell nicht selbst aus dem brennenden Gebäude befreien.

Deshalb wurde zu einem sogenannten "Massenanfall von bis zu zehn Verletzten" ausgerückt. Dann verlief der Einsatz aber weniger dramatisch als angenommen.

Die Feuerwehr eilte mit einem dementsprechenden Großaufgebot zum Swinger-Club "Eys", doch die vermutlich mehr als 30 Besucher des Etablissements hatten sich bereits über der Notausgang ins Freie retten können.

Nach Angaben des Pressesprechers der Feuerwehr habe das Brandschutzkonzept "wunderbar funktioniert".

Autos brennen in Harburg und Schnelsen

Brennende Autos in Schnelsen beschäftigten die Feuerwehr noch bis tief in die Nacht.
Brennende Autos in Schnelsen beschäftigten die Feuerwehr noch bis tief in die Nacht.  © JOTO

Bei einem Feuer in Harburg standen später in der Nacht mehrere Autos in Flammen. Ebenso in Schnelsen.

Gegen 0.15 Uhr wurde erst ein Feuer im Rellinger Weg in Stadtteil Schnelsen gemeldet, da hier aus bisher unbekannter Ursache drei geparkte Autos komplett in Flammen standen.

Das Feuer konnte von den Feuerwehrleuten allerdings zügig erstickt werden, wohingegen die Nachlöscharbeiten sich noch längere Zeit hinzogen.

Ähnlich scheint es sich mit den brennenden Fahrzeugen in Harburg verhalten zu haben.

Eigentlich ist die Feuerwehr aktuell gerade eher wegen des trockenen und milden Wetters in besonderer Alarmbereitschaft (TAG24 berichtete).

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit hat die Feuerwehr Hamburg auch noch einmal auf die aktuell hohe Gefahr von Bränden in Wald, Moor, Heide und Parkanlagen hingewiesen.

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