Otto-Erbe steckt Millionen in Umbau von Tennis-Anlage

Hamburg - Die traditionsreiche Tennisanlage am Hamburger Rothenbaum soll endlich wieder aufgehübscht werden. 21 Jahre nach dem letzten Umbau stehen auf dem Gelände mitten in der Hansestadt umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen an.

So sieht das "Tennis-Stadion am Rothenbaum" aus der Luft aus.
So sieht das "Tennis-Stadion am Rothenbaum" aus der Luft aus.  © dpa/Daniel Bockwoldt
Bis 2020 soll die Sanierung abgeschlossen sein. Darauf einigten sich am Donnerstag die Stadt Hamburg, der Deutsche Tennis Bund (DTB), der Club an der Alster sowie der Mäzen Alexander Otto, jüngster Sohn des Versandhausgründers Werner Otto.

"Wir haben uns vorgenommen, Deutschlands größte und traditionsreichste Tennisanlage für die Zukunft gut aufzustellen, zukunftssicher zu machen und zu modernisieren", sagte Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote (SPD) vor Journalisten.

Es sollen Bedingungen geschaffen werden, "dass die internationalen Turniere im Beachvolleyball und insbesondere auch im Tennis im angemessenen Rahmen stattfinden können", meinte er weiter. Es sei "ein großer Wurf".

Möglich gemacht hat das vor allem Otto. "Sein Einstieg hat den Durchbruch erst ermöglicht", meinte Grote über den Unternehmer.

Der 51-Jährige übernimmt den Hauptanteil der kalkulierten Gesamtkosten von bis zu zehn Millionen Euro.

Sanierungsbedürftig ist das Tennisstadion am Rothenbaum mit dem Center Court und dem geschlossenen Dach.
Sanierungsbedürftig ist das Tennisstadion am Rothenbaum mit dem Center Court und dem geschlossenen Dach.  © dpa/Daniel Bockwoldt

"Die Anlage ist in die Jahre gekommen", meinte Otto, der sich als "leidenschaftlicher Tennis-Fan" bezeichnete. Er spendet über seine Sportstiftung und persönlich bis zu acht Millionen Euro. Jeweils bis zu einer Million Euro steuern der DTB und die Stadt bei.

Auf der Anlage findet traditionell das ATP-Tennisturnier der Männer statt. Vom 22. bis 28. Juli ist erstmals der Österreicher Peter-Michael Reichel als Nachfolger des ehemaligen Wimbledonsiegers Michael Stich für das Turnier verantwortlich. Zuvor kämpfen in dem Stadion vom 28. Juni bis zum 7. Juli die Beachvolleyballer um die WM-Titel.

Als erste Maßnahme wird das Stadiondach saniert. Dieser Abschnitt soll noch vor Beginn der Beachvolleyball-WM abgeschlossen sein.

Die weiteren Modernisierungen wie unter anderen der Bestuhlung im Stadion und auf den Nebenplätzen, der Umkleide- und Aufenthaltsräume für die Spieler, der öffentlichen Sanitäranlagen oder auch der Stadionfassade sollen ein Jahr später fertiggestellt sein. Insgesamt sollen dann im Stadion 10.000 Zuschauer Platz finden, etwas weniger als bisher.

Zuletzt war die Anlage in Hamburg vor 21 Jahren umgebaut worden. "Wir werden Hamburg auf der Weltkarte des Tennis wieder hell aufleuchten lassen", glaubt Senator Grote. DTB-Präsident Ulrich Klaus hat daher schon große Pläne.

"Wir geben uns nicht mit dem einen ATP-Turnier zufrieden. Wir streben noch eine Damen-Lizenz beim DTB an und wollen versuchen, dieses Turnier in Hamburg zu spielen."

Titelfoto: dpa/Daniel Bockwoldt

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